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30.04.2012

11:08 Uhr

Standard & Poor's

Ratingagentur senkt Daumen über Spaniens Großbanken

Die Kreditwürdigkeit von Spaniens Großbanken BBVA und Santander ist um gleich zwei Stufen gesenkt worden. Auch neun weitere Institute wurden herabgestuft - der gesamte Sektor bereitet Anlegern und Politikern Sorgen.

Filliale der spanischen Bank Santander. dpa

Filliale der spanischen Bank Santander.

Madrid/San SebastiánDie Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Einstufung für insgesamt elf spanische Banken gesenkt. Die Abstufung der Finanzinstitute sei eine Folge der in der vergangenen Woche bekanntgegebenen skeptischeren Bewertung Spaniens, teilte S&P am Montag in Madrid mit.

Die Bonitätsnoten für die beiden Großbanken BBVA und Santander wurden dabei wie für das Land Spanien selbst um zwei Stufen reduziert. Santanders langfristige Schulden werden jetzt mit der gerade noch guten Note „A-“ und damit etwas besser als die Verbindlichkeiten Spaniens eingestuft. BBVA habe jetzt mit „BBB+“ die gleiche Bewertung wie Spanien.

Sorge um den spanischen Patienten

Video: Sorge um den spanischen Patienten

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Die spanischen Banken leiden unter dem Zusammenbruch des heimischen Immobilienmarkts und gelten derzeit als einer der größten Problemfälle innerhalb der europäischen Schuldenkrise. Das mach Politiker zunehmend nervös. So warnte Schwedens Finanzminister Anders Borg vergangene Woche vor „sehr dunklen Wolken“ über den spanischen Banken.

Der Sektor ist geprägt von den beiden Großbanken sowie zahlreichen kleineren Instituten, die größtenteils regional tätig sind. Zudem hat das Land einen großen Sparkassensektor. Von den vielen Sparkassen mussten in der Schuldenkrise bereits einige Institute vom Staat gerettet werden. Der gesamte Bereich soll größtenteils neu sortiert werden.

Kommentare (12)

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DasIstDieLuege

30.04.2012, 11:19 Uhr

[ +++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++]

Account gelöscht!

30.04.2012, 11:58 Uhr

Immobilienblase hin und her, die "Werte" sind noch da. Die fertigen Häuser und Wohnungen, und auch die halbfertigen dank Geldmangels.
Die Menschen wohnen in ihrem Eigentum, was vielerorts tatsächlich billiger ist als zur Miete. Ja und?
Dafür dürften andere "Faktoren" wie Arbeitslosigkeit weniger schlimm sein, die Lebenshaltungskosten sind geringer, eben durch mehr Wohneigentum.
Spanien hat deutlich weniger Krankheitskosten als z. B. Deutschland.
Alles nur eine Frage der "Buchungen", Immobilien sind das was dieses Wort beschreibt. Es ist nicht mobil, aber es ist trotzdem vorhanden.
Und immer noch besser als Papiergeld, welches bei den Banken wie auf einem grünen Casinotisch hin und her gewürfelt werden kann, und wird.
Eine Wirtschaft "herabzustufen" weil 83% der Bürger über Wohneigentum verfügen, ist eigentlich ein mittlerer Witz in meinen Augen.
Es müssen andere Kriterien und Bewertungen einer Wirtschaft her. Amerikanische Ratingagenturen sind dazu am besten ungeeignet.

stevie

30.04.2012, 12:15 Uhr

Das Problem sind nicht die bewohnten Eigenheime und Wohnungen, sondern die Millionen von leerstehenden Imobilien, die nur als Kapitalanlage gekauft wurden und nun mit Wert Null zu Buche stehen.
Sollte einer der 4 Millionen spanischer Arbeitslosen Ihren Kommentar lesen (von wegen weniger schlimmes Problem und so)sollten Sie sich einen Gehörschutz besorgen. Die spanische Wirtschaft wird ohne gigantische auswärtige Hilfe nicht wieder auf die Beine kommen und damit auch nicht aus der Schuldenfalle.
Wie sollte das gehen? Zu viele Rentner, Arbeitslose und öffentliche Angestellte und keine wirklich leistungsfähige Industrie. Nur mit Tourismus schafft man das nicht. Aussichtslos. Ich glaub ich lass mich mit Rotwein vollaufen und ess ne Olive

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