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27.07.2011

15:12 Uhr

Stellenabbau

Hypo-Vereinsbank reduziert die Belegschaft

Die HVB verbuchte zuletzt einen satten Überschuss, den sie um die Hälfte nach oben geschraubt hatte. Trotzdem will der Arbeitsdirektor in den kommenden Jahren Personal abbauen - die Rede ist von 700 Jobs. Auch das Wo steht bereits fest.

Das Verwaltungsgebäude der Hypo Vereinsbank in München. Quelle: ap

Das Verwaltungsgebäude der Hypo Vereinsbank in München.

MünchenDie Hypo-Vereinsbank will trotz eines Milliardengewinns 700 Arbeitsplätze in Deutschland streichen. Der Abbau solle nach Möglichkeit bis zum Jahr 2013, spätestens aber bis 2015 abgeschlossen sein, heißt es in einer internen Mitteilung der Bank, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. „Wir werden die Umsetzung fair und transparent gestalten und alles daran setzen, betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen“, schreibt Arbeitsdirektor Heinz Laber darin. Eine Sprecherin der Bank bestätigte die Informationen am Mittwoch in München.

Nach der Übernahme durch die italienische Großbank Unicredit hatte die Hypo-Vereinsbank bereits mehrere tausend Stellen gestrichen. Derzeit hat die Bank rund 18.000 Arbeitsplätze in Deutschland. Betroffen von dem neuen Abbauprogramm ist ausschließlich die Zentrale der Bank in München mit rund 4000 Stellen. Der Vertrieb und das Kundengeschäft in den Filialen sollen hingegen verschont bleiben.

Die Bank begründete den Abbau mit dem wirtschaftlichen Umfeld. „Auch wenn das zurückliegende Geschäftsjahr und der bisherige Verlauf des Jahres für die Hypo Vereinsbank sehr erfreulich waren, bleibt die Ertragsseite für Banken aufgrund des volatilen Marktumfeldes und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin ausgesprochen anspruchsvoll“, heißt es in der Mitteilung.

Im vergangenen Jahr hatte die Bank ihren Gewinn auf 1,7 Milliarden Euro nahezu verdoppelt und damit die Konzernmutter in Italien gestützt. Auch in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres legte der Gewinn deutlich zu. Die Zahlen für das zweite Quartal gibt die Hypo Vereinsbank Anfang August bekannt. Die HVB-Konzernmutter Unicredit gehört mit 9600 Geschäftsstellen und mehr als 160.000 Mitarbeitern zu den größten Banken Europas.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Goldmund

27.07.2011, 14:59 Uhr

Es ist einfach nur noch widerlich. Trotz gesteigerten Überschusses, werden Arbeitsplätze abgebaut. Ohne Not! Gier frisst scheinbar nicht nur Hirn, sondern auch jegliche Moral und Anstand. Schade, dass die Gewerkschaft zum Papiertiger verkommen ist.

Speller

27.07.2011, 15:57 Uhr

Heutzutage ist jeder gekündigte Banker ist ein guter Banker. Nur leider trifft es nicht die in der Bank, die es treffen sollte. Genau wie bei der Mafia.

Account gelöscht!

27.07.2011, 16:13 Uhr

Unsinn Mr. Goldmund. Die Bankbranche hat gewaltige Überkapazitäten und pfeift aus dem letzten Loch. Schauen Sie sich doch die Aktienkurse der Banken an, dann sehen Sie das traurige Elend. Die Gewinne der Banken sind lächerlich mager. Die Branche muss gewaltig Kapazitäten abbauen, sonst droht ein böses Ende!

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