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05.01.2012

12:46 Uhr

Stellenabbau im großen Stil

RBS und Société Générale streichen tausende Jobs

Im Zuge der Einsparungen müssen 1580 Mitarbeiter aus der Finanzierungs- und Investmentsparte die Société Générale verlassen. Noch deutlich ärger sieht es allerdings bei der britischen Royal Bank of Scotland aus.

Eine Filiale der Royal Bank of Scotland in London. AFP

Eine Filiale der Royal Bank of Scotland in London.

Paris/LondonBei der größtenteils verstaatlichten britischen Großbank Royal Bank of Scotland (RBS) stehen einem Bericht der „Financial Times“ zufolge weitere 10.000 Stellen auf der Kippe. Die Bank stehe kurz davor, das Investmentbanking radikal zu stutzen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Vor allem das Geschäft mit Aktien solle stark zurückgefahren oder sogar ganz eingestellt werden. Insgesamt soll das Geschäftsvolumen im Investmentbanking fast halbiert werden. Zuletzt arbeiteten in dem Bereich rund 19.000 Menschen.

RBS-Chef Stephen Hester hatte bereits im Sommer angekündigt, mit hohem Risiko behaftete Geschäfte zurückfahren zu wollen. Hester sei zu dem Schluss gekommen, dass die Investmentbank letztlich nichts als Ärger und Verluste bringe, schrieb nun die „FT“. Hester nehme für den Abbau der Stellen Einmalkosten von bis zu zwei Milliarden Pfund in Kauf.

Die RBS, die sich mit der Übernahme der niederländischen Bank ABN Amro verhoben hatte, schlittert seit 2008 von einer Krise in die nächste. Die Führungsspitze hatte bereits mehrmals den Rotstift angesetzt und dabei zahlreiche Stellen abgebaut sowie zahlreiche Sparten verkauft. Ende September 2011 beschäftigte die Bank nur noch 150.000 Menschen und damit fast 50.000 weniger als noch vor drei Jahren.

Der einstige Stolz des Londoner Finanzplatzes hatte zwischen 2008 und 2010 Verluste von rund 29 Milliarden Pfund angehäuft. Im Jahr 2008 stellte die Bank dabei einen traurigen Rekord auf. Mit einem Minus von 24 Milliarden Pfund wies sie den höchsten Verlust eines Unternehmens in der Geschichte Großbritanniens aus und musste in der Folge von der britischen Regierung gerettet werden. Zuletzt gehörten 83 Prozent der Bank dem Staat. Zudem sichert die Regierung Risiken der von der Bank gehaltenen Wertpapiere ab.

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