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24.09.2013

19:32 Uhr

Stellenabbau

Raiffeisen Bank will setzt Sparprogramm auf

Bis zu 450 Millionen Euro will die Raiffeisen Bank International in den kommenden drei Jahren einsparen. Die Kosten sollen vor allem durch Stellenstreichungen und eine effizientere Verwaltung wegfallen.

Sparkurs: Der neue Bankchef Karl Sevelda setzt die Bank nun auf Diät. Reuters

Sparkurs: Der neue Bankchef Karl Sevelda setzt die Bank nun auf Diät.

WienDie Raiffeisen Bank International will in den kommenden drei Jahren Hunderte Millionen Euro sparen. Über Stellenstreichungen und eine effizientere Verwaltung sollen die Kosten bis 2016 "in einer Größenordnung von 400 bis 450 Millionen Euro" sinken, teilte das Institut am Dienstagabend mit.

Es ist das erste konzernweite Kostensenkungsprogramm dieser Größenordnung in der Geschichte der Raiffeisen-Osteuropatochter, deren Wachstum jahrelang von Vorstandschef Herbert Stepic forciert wurde.

Der neue, seit Juni amtierende, Bankchef Karl Sevelda setzt die Bank nun auf Diät: In den vergangenen drei Jahren waren die Kosten der Bank durch Lohnerhöhungen und die Integration der Polbank jeweils gestiegen. Mit Hilfe des Sparprogramms sollen die Verwaltungsaufwendungen 2016 wieder auf dem Niveau von 2012 und damit bei 3,26 Milliarden Euro liegen. „Das ist eine Zäsur, aber ich würde nicht von einem neuen Zeitalter sprechen“, sagte ein Sprecher.

Die zehn größten Banken der Welt

Platz 10

Platz zehn belegt die China Construction Bank, seit dem Jahr 2005 werden an der Hongkonger Börse Aktien der CCB im Wert von mehr als 8 Milliarden Dollar gehandelt.

Bilanzsumme: 2241 Mrd. US-Dollar

Platz 9

Darauf folgt die Bank of America, deren Ursprünge auf die im Jahr 1784 gegründete Bank of Massachusetts zurückgehen. Sie ist somit die zweitälteste Bank der USA.

Bilanzsumme: 2258,5 Mrd. US-Dollar

Platz 8

Die JP Morgan Chase & Co. ist, gemessen an der Bilanzsumme von mehr als 2,3 Billionen US-Dollar, die größte Bank der USA.

Bilanzsumme: 2359,1 Mrd. US-Dollar

Platz 7

Die britische Großbank Barclays wurde 2011 in einer an der ETH Zürich veröffentlichten Studie als einflussreichstes Unternehmen der Weltwirtschaft bezeichnet.

Bilanzsumme: 2420,6 Mrd. US-Dollar

Platz 6

Crédit Agricole mit Sitz in Paris ist auch durch seine Tätigkeit als Sponsor des Radsportteams Crédit Agricole weltweit bekannt.

Bilanzsumme: 2431,4 Mrd. US-Dollar

Platz 5

Die MUFG entstand 2005 aus dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen Mitsubishi Tokyo Financial Group (MTFG) und UFJ Holdings, Herzstück des Konzerns ist die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ.

Bilanzsumme: 2488,8 Mrd. US-Dollar

Platz 4

BNP Paribas entstand 2000 durch die Fusion der Banque Nationale de Paris (BNP) und der Paribas. Zusammen mit der Société Générale und dem Crédit Lyonnais gehört sie zu den drei alten Geschäftsbanken Frankreichs.

Bilanzsumme: 2517,1 Mrd. US-Dollar

Platz 3

Die Deutsche Bank mit Sitz in Frankfurt am Main ist das nach Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl größte Kreditinstitut Deutschlands und unterhält bedeutende Niederlassungen in London, New York City, Singapur und Sydney.

Bilanzsumme: 2655,7 Mrd. US-Dollar

Platz 2

Zweiter ist die Bank HSBC, die ihren Sitz in London hat und somit die größte Bank Europas ist.

Bilanzsumme: 2692,5 Mrd. US-Dollar

Platz 1

Die ICBC ist, gemessen an der Bilanzsumme, nicht nur die größte Bank der VR China, sondern auch die größte Bank der Welt.

Bilanzsumme: 2813,5 Mrd. US-Dollar

Welche Schritte die Bank dafür konkret plant, ist noch offen. „Es wird Stellenstreichungen geben, aber es ist noch offen wo und in welchem Umfang. Wir stehen erst am Beginn des Projekts“, sagte der Sprecher. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise hat die Bank bereits in einigen Ländern in Osteuropa massiv Personal abgebaut – etwa in Ungarn oder Rumänien, wo jeweils Tausende Stellen gestrichen wurden.

Nun stünden neben den Personalkosten, die knapp die Hälfte des Verwaltungsaufwands ausmachten, auch Miet- und IT-Kosten im Fokus. Zudem stelle die RBI ihr Produktportfolio und ihr Vertriebsnetz auf den Prüfstand, hieß es in der Mitteilung. Die Bank will ihre Pläne am Mittwoch auch auf einer Investorenkonferenz in London vorstellen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Wirtschaft

25.09.2013, 14:35 Uhr

Ja genau, Stellen streichen, damit die Mitarbeiter aus der Bilanz verschwinden, keinen Jahresbonus bekommen und dann hinterher "langfristig" als Leiharbeitnehmer / Zeitarbeiter buchen. So bekommt ein Banker statt Netto ca. 2.000 bis 3.500 Euro nur noch Netto ca. 1.200 bis 2.500 Euro. BGH ist gegen "langfristig" aber nicht gendau definiert...nehmen wir o2 Germany GmbH, hat Leiharbeiter schon "langfristig" ca. 4 bis 7 Jahre (Einer an einer Stelle). Das ist normalerweise eine Festanstellung.

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