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07.01.2014

21:39 Uhr

Steuerhinterziehung

Ex-UBS-Banker plädiert auf nicht schuldig

Raoul Weil soll reichen Kunden bei der UBS geholfen haben, ihre Millionen vor der Steuer zu verstecken. Vor Gericht will er das abstreiten. Schuldig oder nicht - womöglich bleibt ihm eine Strafe erspart.

Weils Anwalt Aaron Marcu: Der Ex-UBS-Banker beteuert seine Unschuld. Reuters

Weils Anwalt Aaron Marcu: Der Ex-UBS-Banker beteuert seine Unschuld.

Fort LauderdaleDer in den USA wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung angeklagte frühere UBS-Spitzenbanker Raoul Weil hat vor einem Gericht in Florida auf nicht schuldig plädiert. "Wir sehen einer Rückkehr nach Florida und seiner Verteidigung entgegen", sagte Weils Anwalt Aaron Marcu am Dienstag nach der kurzen Anhörung vor dem zuständigen Bundesgericht in Fort Lauderdale.

Die Amerikaner werfen Weil vor, Tausenden reichen Amerikanern dabei geholfen zu haben, Vermögen im Wert von 20 Milliarden Dollar vor dem Fiskus zu verstecken. Bei einer Verurteilung drohen dem früheren Chef des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts der UBS bis zu fünf Jahre Haft.

Der 54-jährige Weil, der 2008 bei der UBS ausschied, ist der ranghöchste Manager einer Schweizer Bank, der in der US-Steueraffäre vor Gericht gestellt wird. Er wurde im Oktober verhaftet als er mit seiner Frau in Bologna Ferien machte. Nach fast zwei Monaten in einem italienischen Gefängnis wurde der Schweizer Mitte Dezember an die USA ausgeliefert, die ihn 2008 angeklagt und 2009 international zur Verhaftung ausgeschrieben hatten. Gefängnis blieb Weil in den USA bislang erspart; gegen eine Kaution von 10,5 Millionen Dollar durfte er auf freiem Fuß bleiben.

Weils Anwalt Marcu bekräftigte, dass sein Mandant ein Fehlverhalten immer wieder bestritten habe. Weil wurde bis zum 12. Februar Zeit gegeben, sich doch noch schuldig zu bekennen. Das würde wahrscheinlich eine Vereinbarung mit der US-Justiz und Vertretern der US-Steuerbehörde IRS signalisieren. Ein neuer Gerichtstermin wurde für den 18. Februar angesetzt.

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