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23.02.2011

11:54 Uhr

Steuerhinterziehung

Razzien bei Credit-Suisse-Mitarbeitern

Die Credit Suisse kommt nicht aus den Schlagzeilen: Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Schweizer Großbank ausgeweitet. Polizisten rückten zu einer weiteren Razzia aus.

Die Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung belastet das Image der Credit Suisse. Quelle: dpa

Die Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung belastet das Image der Credit Suisse.

Düsseldorf

Die Durchsuchungsaktion bei Mitarbeitern der Credit Suisse seien in Hamburg, Hannover, Köln, Frankfurt und zwei kleineren Orten in Nordrhein-Westfalen erfolgt, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Möllmann. Die Ermittlungen waren durch den Ankauf einer CD mit Kundendaten von mehr als 1000 mutmaßlichen Steuersündern ausgelöst worden.

Inzwischen würden vier weitere Credit-Suisse-Mitarbeiter als Beschuldigte eingestuft. "Den Verdächtigen wird vorgeworfen, als Repräsentanten für die grenzüberschreitende Kundenbetreuung der Credit Suisse Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet zu haben", sagte Möllmann. Die Ermittler untersuchen sei Monaten verdächtige "Cross-Border-Geschäfte" der Großbank. Insgesamt wird gegen neun Beschuldigte ermittelt - acht aktuelle und einen ehemaligen Mitarbeiter der Credit Suisse.

Um dem Verdacht nachzugehen, hatten die Ermittler im vergangenen Sommer 1500 Kunden der Bank befragt. Den Ermittlern waren nachträglich auch vertrauliche Unterlagen zugespielt worden. Sie legten den Verdacht nahe, dass Lebensversicherungen auf den Bermudas genutzt wurden, um darin unversteuertes Geld zu verstecken und so einen ordnungsgemäßen Anschein zu erwecken.

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