Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.12.2015

17:12 Uhr

Steuerrazzia bei UBS

Griechische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Schweizer Großbank

Griechenland verschärft seine Offensive gegen Steuerflucht: Die Staatsanwaltschaft hat nun Büros der Großbank UBS durchsucht. Griechische Steuersünder sollen bis zu vier Milliarden Franken in der Schweiz versteckt haben.

Die Untersuchung bei der UBS sei beschlossen worden, weil die Mehrheit der mutmaßlichen Steuersünder-Konten bei der Schweizer Großbank eröffnet worden sei. dpa

UBS-Zentrale in London

Die Untersuchung bei der UBS sei beschlossen worden, weil die Mehrheit der mutmaßlichen Steuersünder-Konten bei der Schweizer Großbank eröffnet worden sei.

AthenDie griechische Staatsanwaltschaft hat Büros der Schweizer Großbank UBS in Athen durchsucht. Im Rahmen von Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung durch Besitzer von großen Guthaben im Ausland seien Unterlagen beschlagnahmt worden, sagte ein Gerichtsvertreter am Dienstag. Ein UBS-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen hatte dem Finanzministerium in Athen im November rund 10.000 Datensätze mutmaßlicher griechischer Steuersünder mit geschätzten Guthaben in der Schweiz von bis zu vier Milliarden Franken übermittelt.

Die Untersuchung bei der UBS sei beschlossen worden, weil die Mehrheit der Konten bei der UBS eröffnet worden sei und dies das Einholen zusätzlicher Informationen habe notwendig erscheinen lassen, sagte der Gerichtsvertreter in Athen, der nicht genannt werden wollte. Bei der ersten Auswertung der Daten seien rund 200 Kontoinhaber mit Guthaben zwischen 1,5 und zwölf Millionen Euro identifiziert worden.

Stellenabbau-Pläne europäischer Großbanken

Barclays

Derzeit: 132.300 Mitarbeiter

Abgebaut werden: 19.000 Stellen bis 2016

Bei Barclays waren zunächst 30.000 Stellen im Gespräch, die wurden jedoch nicht bestätigt. Der Plan sieht vor 19.000 Stellen bis 2016 zu streichen.

Credit Suisse

Derzeit: 140.000 Stellen

Abgebaut werden: 19.000 Stellen

Deutsche Bank

Derzeit: 103.000 (nach geplanter Festeinstellung externer Kräften)

Abgebaut werden: 26.000 Stellen (ein Großteil durch Verkauf der Postbank)

HSBC

Derzeit: 259.834 Mitarbeiter

Abgebaut werden: 50.000 Stellen bis 2017

Standard Chartered

Derzeit: 84.000 Mitarbeiter

abgebaut werden: 15.000 Stellen

Unicredit

Derzeit: 146.600 Mitarbeiter

Abgebaut werden: 18.200 Stellen, 6.000 davon durch die Abspaltung der Fondsgesellschaft Pioneer und den Verkauf der Ukraine-Tochter

Die griechischen Behörden schätzen, dass ihre Offensive gegen Steuerflucht zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von mindestens zwei Milliarden Euro generieren könnte. Nordrhein-Westfalen hat seit 2010 mehrfach Datenträger mit Insider-Informationen über Steuerhinterzieher gekauft. Zahlreiche Steuersünder hatten Gelder bei Schweizer Banken versteckt.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×