Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.06.2014

08:46 Uhr

Strafe für US-Bank

Sun Trust muss mit einer Milliarde Dollar büßen

Die US-Bank Sun Trust soll ein staatliches Programm für Hauskredite missbraucht haben. Die Hypotheken wurden offenbar zu locker vergeben. Jetzt wird sie bestraft. Auch die Hausbesitzer haben etwas davon.

Die New Yorker Börse: Immer mehr US-Banken müssen aufgrund von Hypothekengeschäften Strafzahlungen leisten. dpa

Die New Yorker Börse: Immer mehr US-Banken müssen aufgrund von Hypothekengeschäften Strafzahlungen leisten.

WashingtonIhre Hypotheken-Geschäfte kommen eine weitere US-Bank teuer zu stehen. Die vor allem auf Privatkunden ausgerichtete Sun Trust muss im Rahmen eines Vergleichs mit dem US-Justizministerium und den Generalstaatsanwaltschaften der Bundesstaaten insgesamt 968 Millionen Dollar (714 Millionen Euro) zahlen. Gut die Hälfte davon kommt in Finanznot geratenen Hausbesitzern zugute.

Das Verhalten von Sun Trust habe dazu beigetragen, dass die Finanzkrise entstanden sei, erklärte Justizminister Eric Holder am Dienstag (Ortszeit) in Washington. Er wirft dem Geldhaus unter anderem vor, ein staatliches Programm zur Förderung der Kreditvergabe an Hauskäufer missbraucht zu haben, in dem die Bank die geforderten Standards nicht eingehalten habe. Eine zu lockere Vergabe von Krediten gilt als einer der Gründe für die Finanzkrise.

Vergleich mit Immobilienfinanzierern: Bank of America zahlt 9,5 Milliarden Dollar

Vergleich mit Immobilienfinanzierern

Bank of America zahlt 9,5 Milliarden Dollar

Ende mit Schrecken: Die Bank of America legt einen Streit mit den Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac bei, 9,5 Milliarden Dollar kostet der Vergleich. Andere Banken kamen deutlich günstiger davon.

Sun Trust liegt nach Vermögenswerten auf Rang 18 der Finanzholdings in den Vereinigten Staaten. Zuvor hatten schon Wall-Street-Größen wegen diverser Hypotheken-Geschichten teils hohe Zahlungen leisten müssen, zuletzt vor allem Branchenprimus JP Morgan Chase mit 13 Milliarden Dollar. Dabei ging es allerdings um den massenhaften Weiterverkauf der Hypotheken an Investoren und dabei getroffene Aussagen über die Qualität der Kredite.

Nach US-Medienberichten verhandelt auch die Bank of America derzeit über einen Vergleich im knapp zweistelligen Milliardenbereich wegen des Verkaufs von Hypothekenpapieren. Die französische BNP Paribas muss sich dagegen wegen Geschäften mit Staaten verantworten, die von den USA mit Sanktionen belegt sind. Eine drohende massive Strafe hat für schlechte Stimmung zwischen Paris und Washington gesorgt.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×