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01.09.2016

16:14 Uhr

Strafzinsen auf Sparkonten

„Sag' niemals nie“

VonElisabeth Atzler

Kleinsparer sollen vor Strafzinsen sicher sein. Das betonen Bankmanager immer wieder. Doch der Gedanke, dass vermögende Kunden negative Zinsen auf ihre Einlagen zahlen müssen, gilt nicht mehr als abwegig.

„Für den normalen Sparer hätten Negativzinsen Konsequenzen, die wir alle nicht wollen.“ Marc-Steffen Unger für Handelsblatt

Postbank-Chef Frank Strauß (l.) im Gespräch mit Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe

„Für den normalen Sparer hätten Negativzinsen Konsequenzen, die wir alle nicht wollen.“

FrankfurtBisher waren sich die Geldhäuser in Deutschland einig: keine Strafzinsen auf Einlagen privater Sparer. Doch langsam bröckelt der Konsens. Zumindest für vermögende Kunden gelten Negativzinsen unter bestimmten Umständen als nicht mehr ausgeschlossen. Darauf verwiesen Postbank-Chef Frank Strauß und DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch auf der Handelsblatt-Tagung „Banken im Umbruch“.

Eine kleine Genossenschaftsbank ist dabei bereits vorgeprescht. Die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee verlangt seit Donnerstag Strafzinsen von Privatkunden – zumindest von Wohlhabenden. Diese Kunden müssen ein „Verwahrentgelt“ von 0,4 Prozent für Beträge von mehr als 100.000 Euro auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto berappen. Die Banken selbst müssen einen solchen Strafzins von 0,4 Prozent zahlen, wenn sie Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken.

Das Beispiel von Tegernsee könnte Schule machen. Je größer die Anlagebeträge von institutionellen Firmenkunden oder auch vermögenden Privatkunden seien, desto stärker würden Negativzinsen künftig „eine Rolle spielen“, sagte Strauß. Firmenkunden müssen diese schon jetzt akzeptieren.

Volksbank-Boss Kirsch im Interview

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Strafzinsen für Kleinsparer erwartet der Postbank-Chef jedoch nicht. „Für den normalen Sparer hätten Negativzinsen Konsequenzen, die wir alle nicht wollen.“ Aber: Man sollte sich als Banker nach den Erfahrungen aus der Finanzkrise schwer damit tun, „nie“ sagen, fügte er an.

Auch Wolfgang Kirsch, Chef der genossenschaftlichen DZ Bank, rechnet nicht mit Strafzinsen für den normalen Privatkunden. „Wir alle scheuen, glaube ich, im Moment die flächendeckende Einführung eines Negativzinses.“ Denn das könne unerwünschte Folgen haben, weil Kunden dann ihr Geld von den Konten räumen.

Aber der Vorstand der Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee habe vielleicht in der Sache gar nichts falsch gemacht: „Jemand, der 100.000 Euro und mehr auf den Konto hat, der bewegt sich schon fast in sehr professionellen und institutionellen Welten“, sagte Kirsch.

Er würde den kaufmännischen Ratschlag geben, dass sich Banken jeweils die gesamte Kundenverbindung anschauen sollten. Wenn der Kunde auch Finanzprodukte des Hauses – etwa Fonds – zur Vermögensanlage nutze und es so einen Ausgleich für die Bank gebe, „macht man die Faust in der Tasche und lässt den Kunden unbehelligt von negativen Zinsen“. Doch wenn jemand allein deshalb zur Bank komme, um angesichts deren guten Ratings Geld sicher anzulegen, sei das kein Geschäft. „Wir sind auch Kaufleute.“

Kommentare (9)

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01.09.2016, 16:54 Uhr

Wer eine größere Summe (6-stellig oder mehr) längerfristig auf einem Girokonto oder einem TG/FG liegen lässt, dem sollte man das Geld gleich komplett abnehmen denn anscheinend weiß er oder sie nix sinnvolles damit anzufangen.

Entweder übergebe ich das Geld meinem Vermögensverwalter, und der investiert es sinnvoll (in Aktien oder eine weitere Immobilie) und lässt es für mich arbeiten. Oder aber ich investiere das Geld in Hubraum, und kaufe mir halt noch einen Supersportwagen. So einfach ist das.

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01.09.2016, 17:22 Uhr

Ralph S.17.08.2016, 15:55 Uhr
 Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.


HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

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01.09.2016, 17:22 Uhr

Ralph S.25.08.2016, 12:45 Uhr
 Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme.


Hahahahahahahahahahahahahaha Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

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