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13.04.2011

17:07 Uhr

Stresstest

Deutsche Banken bekommen Schonfrist

Die deutschen Banken bekommen für die Abgabe ihrer Daten für den Stresstest mehr Zeit. Nach Medienberichten hatten sich Institute beschwert, dass die Aufseher bis zur letzten Minute immer neue Daten verlangten.

Banken-Skyline in Frankfurt: Institute bekommen eine Woche mehr Zeit. Quelle: dpa

Banken-Skyline in Frankfurt: Institute bekommen eine Woche mehr Zeit.

Frankfurt

Die deutschen Banken bekommen für den europaweiten Stresstest offenbar etwas mehr Zeit. Sie müssen ihre Daten bis kommenden Dienstag bei den nationalen Aufsehern einreichen, wie zwei mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Bundesbank und BaFin hätten die Frist für die 13 Institute um fast eine Woche verlängert. Eigentlich sollten die Stresstests bis Mittwoch bearbeitet sein.

Viele Institute hatten sich hinter vorgehaltener Hand beschwert, dass die Aufseher bis zur letzten Minute immer neue Daten verlangen würden. Bundesbank und BaFin waren zunächst nicht für Stellungnahmen zu erreichen. Sie hatten die EBA um eine Verschiebung um zwei Wochen gebeten. EBA-Chef Andrea Enria hatte dies abgelehnt, aber signalisiert, einige Tage Verzögerung in Kauf zu nehmen.

Bei der EBA sollten die Zahlen von allen 90 europäischen Teilnehmern nach einer Überprüfung durch die nationalen Aufseher bis zum 29. April vorliegen. "Die EBA hat aus der Organisation des letzten Tests nichts gelernt", hieß es aus dem Umfeld mehrerer Banken. Bereits vor einem Jahr hatte der eilig gestrickte Stresstest für Chaos bei den Teilnehmern gesorgt.

Der neue Anlauf gilt als Bewährungsprobe für die Anfang des Jahres ins Leben gerufene EBA. Sie hatte die lange umstrittene Kapitaldefinition allerdings erst am vergangenen Freitag mit zwei Wochen Verspätung bekanntgegeben und damit viel Unmut auf sich gezogen.

Spätestens mit der Abgabe der Stresstest-Daten sollten die Banken wissen oder wenigstens ahnen, ob sie die Belastungsprobe bestanden haben, auf die ihre europäischen Aufseher sie gestellt haben. Veröffentlicht werden sollen die Ergebnisse aber erst im Juni. Große Überraschungen dürfte es nicht geben, sagte ein Banker.

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