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30.07.2013

03:23 Uhr

Strompreis-Manipulation

US-Behörde ermittelt gegen JPMorgan

Nach Barclays steht auch JPMorgan im Visier der US-Energieregulierungsbehörde: Die Bank soll Strompreise manipuliert haben. Wahrscheinlich ist ein Vergleich, doch zu welchem Preis?

Die US-Energieregulierungsbehörde wirft der Großbank JPMorgan Chase die Manipulation von Strompreisen vor. Reuters

Die US-Energieregulierungsbehörde wirft der Großbank JPMorgan Chase die Manipulation von Strompreisen vor.

WashingtonDie US-Energieregulierungsbehörde wirft der Großbank JPMorgan Chase die Manipulation von Strompreisen in den Jahren 2010 und 2011 vor. Wie die Behörde am Montag mitteilte, wendete die größte Bank der USA unlautere Gebotsstrategien an, mit denen sie übermäßig hohe Zahlungen von den Firmen erwirkte, die die Stromnetze in Kalifornien und im Mittleren Westen betreiben.

Dem Vernehmen nach befindet sich JPMorgan in Verhandlungen mit der Behörde, um die Angelegenheit beizulegen. Branchenkreisen zufolge stehe die Bank kurz vor einem Vergleich. Zu einer endgültigen Vereinbarung mit der zuständigen Aufsicht FERC könnte es bereits am Dienstag kommen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Nach Auskunft eines Insiders sowie Medienberichten zufolge sei davon auszugehen, dass die Behörde ihre Untersuchung gegen eine Zahlung von rund 400 Millionen Dollar fallenlasse. Außerdem könne die Abmachung weitere Zahlungen beinhalten.

Zuvor hatte die FERC am Montag den Fall vorangetrieben und Details ihrer Vorwürfe vorgelegt. Demnach hat eine JPMorgan-Tochter in den Jahren 2010 und 2011 in acht Fällen den Energiemarkt manipuliert. Die nach Bilanzsumme größte US-Bank lehnte eine Stellungnahme ab.

Unter dem wachsenden Druck der Aufsichtsbehörden hatte JPMorgan erst kürzlich den Rückzug aus dem Geschäft mit physischen Rohstoffen angekündigt. Vor kurzem hatte die Behörde die zweitgrößte britische Bank Barclays wegen der Manipulation von Strompreisen mit einer Strafe von 453 Millionen Dollar belegt. Barclays streitet die Vorwürfe ab.

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