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08.09.2015

12:25 Uhr

Studie von JP Morgan

Banken brauchen weitere Milliarden

„Kapitallücke“ heißt es, wenn Banken zu wenig Eigenkapital haben, um Anforderungen der Finanzaufsicht zu erfüllen. Jede dritte Bank in Europa braucht frisches Geld, so eine Studie. Die Alternative heißt: schrumpfen.

Warnung vor der Lücke zwischen U-Bahn und Bahnsteig: Auch Banken müssen eine Lücke überwinden. Imago

„Mind the gap“

Warnung vor der Lücke zwischen U-Bahn und Bahnsteig: Auch Banken müssen eine Lücke überwinden.

LondonDen europäischen Banken fehlen einer Studie zufolge bei Umsetzung der geplanten neuen Kapitalanforderungen rund 26 Milliarden Euro. 13 der untersuchten 35 Banken würden demnach die Vorgaben für das Mindestkernkapital verfehlen, hieß es in der am Dienstag von JP Morgan veröffentlichten Untersuchung.

Dazu gehörten die Raiffeisen Bank, Credit Agricole, UniCredit, Société Générale, Banco Santander und Natixis. Credit Agricole, SocGen und Santander dürften ihre Dividenden kürzen, um mehr Kapital beiseite legen zu können, erwartet JP Morgan. Andere Häuser werden wohl Risiken abbauen. JP Morgan traut fast allen Banken zu, die Lücke zu schließen. Schwierigkeiten werden vor allem bei Raiffeisen gesehen.

Größte Banken der Welt (nach Bilanzsumme)

Platz 11

Deutsche Bank
Deutschland
1955 Milliarden Euro

Stand: Ende Juni 2015. Quelle: Bloomberg.

Platz 10

Barclays
Großbritannien
1960 Milliarden Euro

Platz 9

Bank of America
USA
1998 Milliarden Euro

Platz 8

BNP Paribas
Frankreich
2078 Milliarden Euro

Platz 7

Mitsubishi UFJ
Japan
2224 Milliarden Euro

Platz 6

JP Morgan Chase
USA
2402 Milliarden Euro

Platz 5

Bank of China
China
2408 Milliarden Euro

Platz 4

HSBC
Großbritannien
2489 Milliarden Euro

Platz 3

Agricultural Bank of China
China
2531Milliarden Euro

Platz 2

China Construction Bank
China
2627 Milliarden Euro

Platz 1

Industrial and Commercial Bank of China (ICBC)
China
3216 Milliarden Euro

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Insidern zufolge neue Mindestkernkapitalquoten für den Großteil der Banken im Euro-Raum festgelegt. Die Aufsicht werde dies den betroffenen Instituten in Kürze mitteilen, hatten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Montag der Nachrichtagentur Reuters gesagt.

Die Banken hätten dann zwei Wochen Zeit, darauf zu antworten. Schon seit einiger Zeit warten die 123 wichtigsten Institute der Euro-Zone mit Spannung auf die neuen Vorgaben. Diese könnten zur Folge haben, dass kapitalintensive Geschäfte aufgegeben oder mehr Kapital aufgenommen werden muss.

Von

rtr

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