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19.09.2012

14:07 Uhr

Studie

Weitere Kürzungen im Investmentbanking

Die Eurokrise zwingt die Banken einer Studie zufolge, weitere Stellen im Investmentbanking zu streichen. Doch für das riskante Geschäft stehen großen Geldhäusern bereits neue Wachstumsmärkte offen.

Demnächst müssen wohl noch mehr Investmentbanker gehen. Reuters

Demnächst müssen wohl noch mehr Investmentbanker gehen.

ZürichIm Investmentbanking könnten in den nächsten fünf Jahren weltweit etwa 75.000 der 500.000 Arbeitsplätze in der Branche gestrichen werden, erwartet die Beratungsfirma Roland Berger. Die Erholung im Handel mit Wertpapieren sowie im Beratungs- und Emissionsgeschäft im ersten Quartal dieses Jahres sei nicht nachhaltig gewesen.

„Vor allem die Unsicherheiten, die mit der Eurokrise verbunden sind, und die zunehmende Stagnation der westlichen Märkte könnten zu weiteren Ertragseinbrüchen führen“, erklärte Berger-Partner Kiarash Fatehi am Mittwoch bei der Vorlage der Branchenanalyse.

Die durch hohe Boni verwöhnten Investmentbanker dürften in diesem Jahr für ihre Institute kaum mehr verdienen als im letzten Jahr. Falls die Finanzmärkte wieder ins Stocken geraten, müssten sich die Geldhäuser auf einen Rückgang der Einnahmen um bis zu 15 Prozent einstellen.

Da die Banken bei sinkenden Einnahmen ihr Kapital nicht mehr so gut verzinsen können wie früher, könnten die Anleger nach Ansicht der Berger-Berater die Geduld verlieren und Kapital abziehen – mit „fatalen Folgen für Investmentbanken“.
2011 sank die Eigenkapitalverzinsung (ROE) auf durchschnittlich sieben Prozent von 15 Prozent im Jahr davor. Im laufenden Jahr werde der ROE „sicherlich im einstelligen Bereich bleiben und könnte bei weiterer Eintrübung sogar auf fünf Prozent fallen“, prognostiziert Berger-Experte Markus Böhme.

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