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21.01.2014

15:21 Uhr

Südwest Bank

Hexal-Gründer stecken Hunderte Millionen in Bank

Die Südwestbank erhält eine satte Finanzspritze. Die Gründer des Pharmaunternehmens Hexal stecken mehr als 350 Millionen Euro in die Privatbank, die ihnen zum Großteil gehört. Das Kreditgeschäft soll ausgeweitet werden.

Die Kapitalspritze für die Südwestbank ist gut anderthalb Jahre her: Damals haben die Hexal-Gründer Andreas und Thomas Strüngmann mehr als 350 Millionen Euro in die Stuttgarter Privatbank gepumpt, die komplett ihnen gehört. Die Südwestbank unterhält 28 Filialen in Baden-Württemberg. Die Kapitalspritze erlaube die Ausweitung des Kreditgeschäfts. Auf dem Foto: Vorstände der Südwestbank: Andreas Maurer, Wolfgang Kuhn und Wolfgang Jung (v.l.). Andy Ridder für Handelsblatt

Südwestbank

Die Kapitalspritze für die Südwestbank ist gut anderthalb Jahre her: Damals haben die Hexal-Gründer Andreas und Thomas Strüngmann mehr als 350 Millionen Euro in die Stuttgarter Privatbank gepumpt, die komplett ihnen gehört. Die Südwestbank unterhält 28 Filialen in Baden-Württemberg. Die Kapitalspritze erlaube die Ausweitung des Kreditgeschäfts. Auf dem Foto: Vorstände der Südwestbank: Andreas Maurer, Wolfgang Kuhn und Wolfgang Jung (v.l.).

FrankfurtDie Hexal-Gründer Andreas und Thomas Strüngmann pumpen mehr als 350 Millionen Euro in die Südwestbank. Die Stuttgarter Privatbank, bei der die beiden Pharma-Unternehmer aus Bayern 2004 eingestiegen waren, verdoppelt ihr Grundkapital mit der Kapitalerhöhung und einer Sacheinlage auf 727 von 386 Millionen Euro, wie sie am Mittwoch mitteilte. Mit einer Kernkapitalquote von 16,3 Prozent liege sie damit deutlich über den Anforderungen des Eigenkapital-Regelwerks Basel III. Zudem steige die Sicherheit der Kundeneinlagen. Die Einlagensicherung des privaten Bankenverbandes ist vom Eigenkapital abhängig.

Die Strüngmann-Zwillinge hatten ihr Pharmaunternehmen Hexal an den Schweizer Novartis-Konzern verkauft. Seitdem investieren sie über ihre Santo Holding in Biotech-Unternehmen und andere Branchen. Mit dem Einstieg beim Immobilienkonzern IVG verloren sie viel Geld. An der Südwestbank halten sie 100 Prozent.

Die Südwestbank unterhält 28 Filialen in Baden-Württemberg. Die Kapitalspritze erlaube die Ausweitung des Kreditgeschäfts, hieß es in der Mitteilung. Die Bilanzsumme lag Ende 2013 bei 5,1 Milliarden Euro. 1922 war das Institut als Württembergische Landwirtschaftsbank im Genossenschaftssektor gegründet wurde sie 1964 in Südwestbank umbenannt und sechs Jahre später zur Aktiengesellschaft. Seit 2004 gehört die Bank der Familienholding Santo. Das klingt südländisch, steht aber für „Strüngmann Andreas Thomas“. Die Zwillingsbrüder zählen zu den reichsten Deutschen überhaupt.

Allein durch den Verkauf des von ihnen gegründeten Generikaherstellers Hexal an den Pharmakonzern Novartis hatten die Brüder 5,6 Milliarden Euro verdient. Aber eben auch die kleine regionale Bank legten sie sich für 100 Millionen Euro zu und wechselten mit ihr in den privaten Bankenverband. Das haftende Eigenkapital stockten die Eigentümer seitdem mehrmals auf. Aber auch bei den Zwillingen müssen die Zahlen stimmen. Deshalb wechselten sie im Sommer 2008, als das Ergebnis absackte, den Vorstandssprecher aus.

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