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22.06.2012

17:02 Uhr

Tarifeinigung

Deutsche Bank und Verdi auf Zielgeraden

Die Töchterkonzerne der Deutschen Bank haben in den Tarifverhandlungen einen Schritt auf Verdi zugemacht. Nächstes Jahr erhalten die Beschäftigen demzufolge ein höheres Gehalt. Die Verhandlungen dauern aber noch an:

Die Konzerntöchter der Deutschen Bank verhandelt weiterhin mit Verdi. dpa

Die Konzerntöchter der Deutschen Bank verhandelt weiterhin mit Verdi.

FrankfurtBei den ausgegliederten Konzerntöchtern der Deutschen Bank gehen die Tarifverhandlungen auf die Zielgerade. Die Gewerkschaft Verdi teilte am Freitag mit, für die rund 2000 Beschäftigten von insgesamt fünf Gesellschaften sei in der dritten Verhandlungsrunde ein Ergebnis erzielt worden. Für einzelne Gesellschaften seien aber noch Einmalzahlungen zu verhandeln. Eine Sprecherin der Deutschen Bank äußerte sich distanzierter. Sie sagte lediglich, die Verhandlungen seien noch nicht abgeschlossen.
Die Beschäftigten erhalten Verdi zufolge ab 1. Januar 2013 einheitlich 30 Tage Urlaub, ab 1. Januar 2014 soll die 39-Stunden-Woche gelten. Die Gehälter erhöhten sich zum 1. Januar 2013 um 2,9 Prozent. Auch müsse weiter über Themen wie Standortsicherung und Kündigungsschutz gesprochen werden. „Dieses Verhandlungsergebnis ist eine Korrektur der Tarifpolitik in der Deutschen Bank“, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Rolf Stockem. „Dumping-Tarifverträge sind damit keine Option mehr.“

Gewerkschafter hatten auf Verbesserungen bei den ausgegliederten Deutsche-Bank-Gesellschaften gepocht. Sie argumentierten, die Mitarbeiter seien im Vergleich zu den Beschäftigten der Deutsche-Bank-Tochter Postbank schlechter gestellt, weil sie für weniger Geld mehr arbeiten müssten. Das soll nun angeglichen werden. Für die Postbank war im Dezember nach bundesweiten Streiks ein Tarifvertrag ausgehandelt worden, der für die heutige Belegschaft den Urlaubsanspruch von 30 Tagen und die 39-Stunden-Woche im Grundsatz wahrt. Die Deutsche Bank setzte aber niedrigere Konditionen für Neueinsteiger durch. Zudem darf der Branchenprimus auch bei der Postbank künftig Jobs in externe Gesellschaften auslagern, um Kosten zu senken. Im Zuge der Postbank-Übernahme strebt die Deutsche Bank mittelfristig jährliche Einsparungen von einer Milliarde Euro an.

Von

rtr

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