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10.08.2011

10:00 Uhr

Traditionsbank

Vontobel hängt die Konkurrenz ab

Die Traditionsbank aus der Schweiz stört sich nicht am Höhenflug der Landeswährung und fährt ein positives Ergebnis ein. Doch am Horizont ziehen dunkle Wolken auf.

Vontobel hat unter der Führung von Herbert Scheidt ein positives Ergebnis eingefahren. Quelle: Picture-Alliance/KEYSTONE

Vontobel hat unter der Führung von Herbert Scheidt ein positives Ergebnis eingefahren.

Zürich/DüsseldorfMit einem hohen Neugeldzufluss hat Vontobel die anderen mittelgroßen Schweizer Vermögensverwalter im ersten Halbjahr 2011 hinter sich gelassen. Doch nach einem starken ersten Halbjahr dürfte der Markteinbruch der Schweizer Bank den Rest des Jahres verhageln. „Wir rechnen für das dritte Quartal mit deutlich reduzierten Kundenaktivitäten,“ sagte der neue Konzernchef Zeno Staub. Die Krise verunsichere die Kunden in hohem Maße. Für das zweite Halbjahr geht die Bank wegen der Wertschwankungen in den Kunden- und Lombardportfolios von Bremsspuren in der Erfolgsrechnung aus. Zudem drücke der starke Franken die verwalteten Vermögen. Trotz der Währungsentwicklung, die Vontobel 25 Millionen Franken Ertrag kostete, konnte die Traditionsbank den Gewinn im Halbjahr mit 78,1 (Vorjahr 78,8) Millionen Franken halten.

Zu Gute kam Vontobel dabei vor allem ein starkes Geschäft mit strukturierten Produkten. Zudem zahlten sich die Anstrengungen in Schwellenländern aus. Dank neuen Kunden und Produkten aus diesen Wachstumsregionen gelangt es der Bank, von privaten und vor allem institutionellen Kunden 3,4 Milliarden Franken neues Geld hereinzuholen und die Konkurrenten damit zu übertreffen. Sarasin wies ein Wachstum von acht Prozent aus, EFG International sechs Prozent. Dank des hohen Neugeldes konnte Vontobel auch den negativen Einfluss des Frankens und der Marktentwicklung auf die verwalteten Vermögen beinahe ausgleichen.

Vontobel verwaltete den Angaben zufolge zur Jahresmitte 78,7 Milliarden Franken (rund 74 Milliarden Euro). Ende 2010 waren es 78,6 Milliarden Franken. Der seit Mai amtierende Staub verabschiedete sich angesichts der Krise und steigenden Kosten für die Regelüberwachung auch von einem wichtigen mittelfristigen Ziel. Neu peilt Vontobel einen Kosten-Ertrags-Satz von unter 75 Prozent an. Bisher hatte die Vorgabe 65 bis 75 Prozent gelautet. „Bei dieser gedämpften Ertragslage sind 65 Prozent sehr schwierig zu erreichen“, sagte Staub. Dagegen erhöhte er das Ziel für die verwalteten Vermögen auf über 100 Milliarden Franken von 100 Milliarden Franken.

Von

rtr

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