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07.07.2011

14:49 Uhr

Trotz heftiger Wortgefechte

Aktionäre der Nyse sagen „ja“ zur Deutschen Börse

Viele Börsenfusionen sind zuletzt geplatzt - doch bei der Nyse und der Deutschen Börse scheint alles gutzugehen. Heute wurde auf der Nyse-Hauptversammlung ein wichtiges Etappenziel erreicht. Doch die Stimmung war hitzig.

Ein Händler arbeiten auf dem Parkett der New York Stock Exchange (NYSE): Zusammenschluss mit der Deutschen Börse gebilligt. Quelle: dpa

Ein Händler arbeiten auf dem Parkett der New York Stock Exchange (NYSE): Zusammenschluss mit der Deutschen Börse gebilligt.

New YorkDie Deutsche Börse und New York Stock Exchange sind sich einen großen Schritt nähergekommen. Am Donnerstag haben die Aktionäre der amerikanischen Seite für die Fusion zum weltgrößten Börsenbetreiber gestimmt. 96 Prozent der Abstimmenden haben nach einer vorläufigen Auszählung für den Zusammenschluss plädiert. Die Nyse hatte eigens eine Hauptversammlung in New York abgehalten.

Hätten sich weniger als 50 Prozent für das Vorhaben ausgesprochen, wäre der Zusammenschluss zur weltgrößten Börse geplatzt. Damit haben die Börsen-Chefs Duncan Niederauer und Reto Francioni somit schon am späten Donnerstagnachmittag einen ersten Etappensieg bei ihrem Großprojekt erreicht haben. Die Aktie der Deutschen Börse reagierte positiv auf die Nachricht: Das Papier stieg auf zwischenzeitlich rund zwei Prozent.

Dabei kochten die Emotionen in der Aussprache vor der Abstimmung in dem vor allem mit Kleinaktionären besetzten Saal hoch. "Ich bin eine Überlebende des Holocaust und ich bin so traurig, dass dies passiert", sagte Aktionärin Evelyn Davis. "Es wird sein wie immer 'Deutschland, Deutschland über alles'", sagte sie unter Tränen. "Ich sage voraus, dass es im Jahr 2020 weltweit nur noch zwei Finanzzentren geben: Frankfurt und Schanghai. Ich fordere jeden auf, gegen diese Fusion zu stimmen."

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