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12.01.2016

11:03 Uhr

Trotz Leerverkaufsverbot

Spekulanten wetten gegen italienische Banken

Die italienische Börsenaufsicht hat ein Leeverkaufsverbot von Bankenaktien ausgesprochen. Doch das scheint den Instituten nicht zu helfen: Sie verlieren auch heute wieder deutlich an Wert.

Anleger der ältesten Bank der Welt und der Carige gehen in Deckung. Selbst Leerverkaufsverbote konnten die Aktien nicht vor Verlusten schützen. Reuters

Monte dei Paschi

Anleger der ältesten Bank der Welt und der Carige gehen in Deckung. Selbst Leerverkaufsverbote konnten die Aktien nicht vor Verlusten schützen.

FrankfurtDas Verbot von Wetten auf fallende Kurse der Monte dei Paschi di Siena (BMPS) und Carige hat den Aktien der beiden italienischen Krisenbanken nur kurz geholfen. Erstere fielen an der Mailänder Börse um bis zu 3,8 Prozent und markierten mit 0,8905 Euro ein erneutes Rekordtief. Letztere büßten zeitweise 2,8 Prozent ein. Für die Carige-Titel war es mit 0,8665 Euro das fünfte Rekordtief in Folge.

Die italienische Börsenaufsicht Consob hatte zuvor sogenannte Leerverkäufe von Papieren der beiden Institute untersagt. Bei diesen Geschäften leihen sich Investoren Aktien und verkaufen sie sofort. Sie hoffen, die Papiere bis zum Rückgabetermin billiger zurückkaufen zu können. Die Differenz streichen sie als Gewinn ein.

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Am Vortag waren Monte Paschi, die älteste Bank der Welt, und Carige um jeweils mehr als zehn Prozent eingebrochen. Gründe waren die dünnen Kapitaldecken der Banken und das hohe Volumen fauler Kredite in den Bilanzen. Beide Institute suchen seit längerem vergeblich nach einem Käufer.

Von

rtr

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