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17.12.2014

18:17 Uhr

Trotz Rubel-Krise

RBI rechnet mit hohen Gewinnen in Russland

Für die Raiffeisen Bank International ist Russland der mit Abstand wichtigste Ertragsbringer. Obwohl sich die Rubel-Krise negativ auf Einnahmen und Kapital auswirkt, rechnet das Unternehmen mit hohen Gewinnen.

Die Raiffeisen Bank International will der Rubel-Krise trotzen. Reuters

Die Raiffeisen Bank International will der Rubel-Krise trotzen.

WienDie Raiffeisen Bank International (RBI) erwartet trotz des Rubel-Verfalls in diesem Jahr hohe Gewinne in Russland. Das Ergebnis der dortigen Tochter werde 2014 „nach wie vor hoch positiv sein“, obwohl sich die Währungsabwertung negativ auf Einnahmen und Kapital auswirke, erklärte die Bank am Mittwoch. An der Börse kam das gut an: Die Raiffeisen-Aktie, die in den vergangenen Tagen massiv an Wert verloren hatte, legte gut zwei Prozent zu.

Russland ist für die Osteuropa-Tochter der mit Abstand wichtigste Ertragsbringer. In den ersten neun Monaten erwirtschaftete die russische Tochter einen Nettogewinn von 289 Millionen Euro – während es im Gesamtkonzern wegen Verlusten in Ungarn und der Ukraine 225 Millionen Euro waren.

Die Rubel-Abwertung bekommt die Bank gleich an mehreren Fronten zu spüren: Zum einen schmälert sie das Eigenkapital der Russland-Tochter, das bereits im Verlauf des dritten Quartals um 13 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro geschrumpft war. Zum anderen könnten die höheren Zinsen und der schwache Rubel „einzelne Kunden unter Druck setzen und damit ihre Fähigkeit beeinträchtigen, Kredite zu bedienen“, erklärte die Bank. Es gebe jedoch auch positive Effekte, etwa durch steigende Zinsmargen und geringere Kosten.

Diese Banken haben die beste Kernkapitalquote

Platz 8

Crédit Agricole (Frankreich) – 9,0 Prozent

Kernkapitalquote nach Basel III ausgewählter Banken, 1. Quartal 2014, Quellen: Bloomberg, Thomson Reuters

Platz 7

Deutsche Bank – 9,5 Prozent

Platz 4

Bank of America (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

JP Morgan (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

Barclays (Großbritannien) – 9,6 Prozent

Platz 3

BNP Paribas (Frankreich) – 10,6 Prozent

Platz 2

HSBC (Großbritannien) – 10,8 Prozent

Platz 1

UBS (Schweiz) – 13,2 Prozent

Die Finanzlage der seit 18 Jahren bestehenden russischen Tochter sei gut. Sie habe viele Einlagen von Firmen- und Privatkunden und sei daher nicht auf Geld der Zentralbank angewiesen. Derzeit würde die Bank nur „sehr selektiv“ neue Geschäfte abschließen – und wenn, dann nur mit bestehenden Kunden. Die westlichen Sanktionen gegen Russland hätten sich bislang nicht negativ ausgewirkt. Allerdings könne die RBI das mittelfristig nicht ausschließen.

Der Kursrutsch der russischen Währung hatte an den Märkten Sorge vor einer Staatspleite Russlands genährt. Am Mittwochnachmittag erholte sich die russische Währung jedoch, nachdem die Zentralbank weitere Stützungsmaßnahmen angekündigt hatte.

Von

rtr

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