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13.08.2014

14:26 Uhr

Trotz Sanktionen

Russische Bank will Mehrheit an Cavalli

Das italienische Modehaus ist bald wohl in russischer Hand: Die VTB will über 500 Millionen Euro investieren – trotz Sanktionen. Sie ist nicht die erste russische Firma, die sich für italienische Konzerne interessiert.

Russische Investoren stehen auf italienische Mode: 60 Prozent der Anteile an Cavalli sind der VTB mehr als 500 Millionen Euro wert. dpa

Russische Investoren stehen auf italienische Mode: 60 Prozent der Anteile an Cavalli sind der VTB mehr als 500 Millionen Euro wert.

LondonDie russische VTB Bank will Insidern zufolge trotz der Wirtschaftssanktionen die Mehrheit am Modehaus des italienischen Designers Roberto Cavalli übernehmen. Die Investmentsparte VTB Capital von Russlands zweitgrößtem Kreditinstitut habe Anfang des Sommers mit der Florentiner Firma Verhandlungen aufgenommen, sagten zwei Unternehmensinsider zu Reuters.

Zuvor seien Gespräche mit anderen Beteiligungsgesellschaften wegen der hohen Preisvorstellungen des für seine bunten Tierdrucke bekannten Modehauses gescheitert. Nach einem Bericht der russischen Zeitung „Vedomosti“ könnte VTB Capital für einen 60-Prozent-Anteil mehr als 500 Millionen Euro bieten.

„VTB Capital hoffte, bis zum Ende des Sommers eine Einigung zu erreichen, aber die Gespräche gehen wegen der Sanktionen nun langsamer voran“, sagte einer der Insider. Das Geldhaus könnte demnach für die Übernahme auch ein weiteres russisches Finanzinstitut ins Boot holen. Roberto Cavalli und VTB Capital wollten sich dazu nicht äußern.

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Russische Firmen haben bereits mehrfach die Hand nach italienischen Konzernen ausgestreckt. So beteiligte sich der russische Öl-Riese Rosneft am Reifenhersteller Pirelli. Der Wodka-Tycoon Roustam Tariko verleibte sich vergangenes Jahr den italienischen Weinproduzenten Gancia ein. Die russische Renova Group des Milliardärs Viktor Wexelberg kaufte sich beim Daten-Spezialisten Octo Telematics ein.

Als Reaktion auf die Ukraine-Krise wurde die VTB Bank auf die Liste der russischen Geldhäuser gesetzt, von denen in der EU keine neu ausgegebenen Aktien oder Anleihen mit einer Laufzeit von mehr als 90 Tagen gekauft werden dürfen. Die EU-Ableger der Institute, an denen der russische Staat mehr als 50 Prozent der Anteile hält, sind von den Beschränkungen allerdings ausgenommen.

Von

rtr

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