Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.04.2016

16:12 Uhr

Tschechische Sparkasse

Bank verlangt Zusatzgebühr für Erotik und Glücksspiel

Zahlungen auf Erotik- und Glücksspiel-Internetseiten sind mit einem höheren Risiko verbunden. Tschechiens größte Bank will deshalb eine Zusatzgebühr auf solche Transaktionen einführen. Die Empörung ist groß.

Weil Zahlungen auf Erotik-Internetseiten mit einem höheren Risiko von Cyberkriminalität verbunden sind, sollen Kunden der tschechischen Sparkasse Ceska Sporitelna künftig tiefer in die Tasche greifen. dpa

Riskioaufschlag

Weil Zahlungen auf Erotik-Internetseiten mit einem höheren Risiko von Cyberkriminalität verbunden sind, sollen Kunden der tschechischen Sparkasse Ceska Sporitelna künftig tiefer in die Tasche greifen.

PragFür Zahlungen auf Erotik- und Glücksspiel-Internetseiten müssen Kunden der größten tschechischen Bank künftig tiefer in die Tasche greifen. Wie die Zeitungen „MF Dnes“ und „Hospodarske noviny“ am Mittwoch online berichteten, will die tschechische Sparkasse Ceska Sporitelna ab Juli eine Zusatzgebühr von 20 Kronen (etwa 0,75 Euro) je Transaktion einführen. Grund dafür sei das mit solchen Zahlungen verbundene höhere Risiko von Cyberkriminalität.

Die Entscheidung sorgt teils für Empörung bei Kunden: „Die Banken sind nicht dafür da, uns zu erziehen und mit Gebühren zu bestrafen“, mahnte Bankenkritiker Patrik Nacher. Er vergibt jährlich einen Anti-Preis für die absurdeste Bankgebühr in Tschechien. Nacher spricht von einem Präzedenzfall und fragt: „Passiert dann bald das Gleiche bei Alkohol und Zigaretten?“

Jeder zweite der rund zehneinhalb Millionen Tschechen ist statistisch gesehen Kunde bei der Erste-Bank-Tochter Ceska Sporitelna. Ähnliche Risikoaufschläge gibt es bereits in anderen Ländern wie der Slowakei.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×