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17.12.2015

14:39 Uhr

UBS-Händler schuldig

Schweizer Behörde verhängt mehrjährige Berufsverbote

Sie sollen Referenzwerte manipuliert und damit auch gegen das Interesse ihrer Kunden gehandelt haben: Die Schweizer Finanzmarktaufsicht hat ein Berufsverbot für sechs ehemalige UBS-Angestellte ausgesprochen.

Schon Ende 2014 haben Ermittler der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma Manipulationen festgestellt. Erst jetzt kam es zum Urteilsspruch. ap

Alte Vorwürfe

Schon Ende 2014 haben Ermittler der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma Manipulationen festgestellt. Erst jetzt kam es zum Urteilsspruch.

ZürichManipulationen im Devisenhandel ziehen für sechs ehemalige Manager und Händler der Schweizer Großbank UBS Berufsverbote nach sich. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma verhängte eigenen Angaben vom Donnerstag zufolge Sperren zwischen einem und fünf Jahren. Die Personen trügen für die bereits 2014 festgestellten schweren Verletzungen von Aufsichtsrecht im UBS-Devisen- und Edelmetallhandel eine direkte Verantwortung. Vier weitere Verfahren gegen UBS-Händler hatte die Behörde im August 2015 eingestellt.

Die großen Rechtsrisiken der Investmentbanken (laut Moody's)

Barclays

Kapitalerhöhung 2008: Es geht um Ungereimtheiten bei der Kapitalerhöhung durch Investoren aus dem Nahen Osten, genauer um die Frage, ob gezahlte Gebühren korrekt veröffentlicht wurden. Altaktionäre blieben bei der Transaktion außen vor. Es ermitteln die britische Finanzaufsicht FCA, US-Justizministerium, SEC, und die britische Behörde für schwere Wirtschaftskriminalität SFO.

Handelssysteme: Hochfrequenzhändler sollen Einblicke in eigentlich anonyme Handelspositionen von anderen Kunden erhalten haben. Es ermitteln die US-Börsenaufsicht SEC und die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft.

HSBC

Geldwäsche: Geldwäsche-Vorwürfe und damit verbundene Sanktionsverstöße hält Moody`s für ein hohes Risiko für das britische Institut.

RBS

Verkauf toxischer US-Hypotheken: Die Royal Bank of Scotland hat dafür bereits 2,5 Milliarden Dollar zurückgelegt, Moody's hält aber eine endgültige Strafzahlung für wahrscheinlich, die „ein Vielfaches“ davon beträgt.

Deutsche Bank

Devisen: Es geht um Kursmanipulationen

Russlandgeschäft: Kunden sollen über die Russland-Tochter der Bank Schwarzgeld gewachsen haben.

Credit Suisse

US-Hypotheken und Asset Backed Securities: Die RMBS Working Group, eine Einheit des US-Justizministeriums, untersucht den Verkauf und die Bündelung von US-Schrotthypothekenkrediten, die zur Finanzkrise führten. Das führte zum Teil schon zu empfindlichen Strafen in der Branche.

UBS

US-Hypotheken und Asset Backed Securities: Die RMBS Working Group, eine Einheit des US-Justizministeriums, untersucht den Verkauf und die Bündelung von US-Schrotthypothekenkrediten, die zur Finanzkrise führten. Das führte zum Teil schon zu empfindlichen Strafen in der Branche.

Goldman Sachs

US-Hypotheken und Asset Backed Securities: Die RMBS Working Group, eine Einheit des US-Justizministeriums, untersucht den Verkauf und die Bündelung von US-Schrotthypothekenkrediten, die zur Finanzkrise führten. Das führte zum Teil schon zu empfindlichen Strafen in der Branche.

Von

rtr

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