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17.12.2014

10:01 Uhr

UBS

Hedegefonds-Manager kontrolliert bei UBS das Risiko

VonJürgen Röder

Der Ex-Investmentbanker von der US Bank JP Morgan wird Mitglied des Risikoausschusses bei der UBS. Bank-Präsident Axel Weber schlägt ihn auf der nächsten Hauptversammlung vor.

Logo der UBS auf einem Geäbude in Zürich: Die Wall-Street-Größe James Staley wird neuer Risiko-Chef der Bank. Reuters

Logo der UBS auf einem Geäbude in Zürich: Die Wall-Street-Größe James Staley wird neuer Risiko-Chef der Bank.

Mitglied im Risikoausschusses und des Verwaltungsrats der Schweizer Großbank UBS wird James Staley. Das meldet Insideparadeplatz, eine Onlineseite mit News über die Schweizer Finanzwelt. Der neue Mann ist gleichzeitig noch beim Hedgefonds Blue Mountain Capital Management aktiv. Ist UBS-Präsident Axel Weber ein Naivling oder Genie?, fragt sich Insideparadeplatz.

Bank-Präsident Axel Weber schlägt der nächsten Hauptversammlung die Wahl von James „Jes“ Staley in den Verwaltungsrat vor. „Mit seinem Fachwissen, basierend auf seiner 30-jährigen Tätigkeit im globalen Bankgeschäft, ist er bestens geeignet, den Verwaltungsrat der UBS zu verstärken“, so Weber.
Denn Staley hat einen klangvollen Namen an der Wall Street. Nicht nur, weil er in einem Ausschuss der New York Federal Reserve sitzt, der regionalen US-Notenbank im Staat New York. „Jes“, wie er in der Finanzhochwelt genannt wird, kam als Investmentbanker aus Brasilien zur US-Bank JP Morgan. Er galt dort als möglicher Nachfolger von Jamie Dimon, dem Vorstandschef der Bank.

2013 wechselte Staley dann zum Hedgefonds Blue Mountain Capital Management. Der Hedgefonds hatte von den milliardenschweren JP-Morgan-Verlusten profitiert, weil der laut Bloomberg der Bank half, die gigantischen Risikopositionen abzubauen. Denn Bruno Iksil, bekannt als „Wal of London“, hatte sich mit einem riesigen Portfolio mit Kreditderivaten verspekuliert und der Bank einen Verlust von sechs Milliarden Dollar beschert.

Doch wie will Staley die Investment-Banker an der operativen Spitze der UBS bändigen, CEO Sergio Ermotti und sein faktischer Stellvertreter Andrea Orcel, beide lange beim Wallstreet-Haus Merrill Lynch? Laut der Website will Präsident Axel Weber, der ehemalige Chef der deutschen Zentralbank, sich damit von der alten Garde innerhalb des Verwaltungsrates emanzipieren.

Kommentare (1)

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Frau Pia Paff

17.12.2014, 10:11 Uhr

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