Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.03.2016

15:55 Uhr

UBS in Frankreich

Behörden ermitteln wegen Beeinflussung von Zeugen

Erst im Februar hatten französische Behörden ein Ermittlungsverfahren gegen die französische Tochter der UBS abgeschlossen. Nun steht offenbar eine neue Untersuchung ins Haus – wegen Beeinflussung von Zeugen.

Die Bank erklärte, die Vorwürfe zurückzuweisen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Rechte und unsere Position energisch verteidigen können“, so ein Sprecher. dpa

Steuerverfahren abgeschlossen

Die Bank erklärte, die Vorwürfe zurückzuweisen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Rechte und unsere Position energisch verteidigen können“, so ein Sprecher.

Paris/ZürichDie Schweizer Großbank UBS sieht sich mit einem weiteren Rechtsstreit in Frankreich konfrontiert. Die Behörden ermitteln gegen die dortige UBS-Tochter und gehen dabei Vorwürfen nach, das Institut habe einem ehemaligen Mitarbeiter zugesetzt, wie die Bank am Donnerstag mitteilte. Der Ex-Angestellte fungiere als Zeuge in einem Rechtsfall. „UBS Frankreich bestätigt, dass der Richter nach einer Beschwerde eines ehemaligen Mitarbeiters entschieden hat, die Bank einer formellen Untersuchung wegen Beeinflussung des Zeugen zu unterziehen“, erklärte das Geldhaus. Anschuldigungen, wonach die Bank den Angestellten schikaniert haben soll, gehe der Richter jedoch nicht nach.

„Wir weisen diese Vorwürfe aufs schärfste zurück und sind zuversichtlich, dass wir unsere Rechte und unsere Position energisch verteidigen können“, erklärte die Bank.

Vergangenen Monat hatten die französischen Behörden ihre Ermittlungen im Steuerverfahren gegen die UBS abgeschlossen. Über eine Anklage hatten sie noch nicht entschieden. Der Bank wird vorgehalten, französischen Kunden bei der Steuerflucht geholfen zu haben. Das formelle Verfahren gegen die UBS wurde 2014 eröffnet, das gegen ihre französische Tochter 2015. UBS musste 1,1 Milliarden Euro Kaution zahlen, der Ableger zehn Millionen.

Die großen Rechtsrisiken der Investmentbanken (laut Moody's)

Barclays

Kapitalerhöhung 2008: Es geht um Ungereimtheiten bei der Kapitalerhöhung durch Investoren aus dem Nahen Osten, genauer um die Frage, ob gezahlte Gebühren korrekt veröffentlicht wurden. Altaktionäre blieben bei der Transaktion außen vor. Es ermitteln die britische Finanzaufsicht FCA, US-Justizministerium, SEC, und die britische Behörde für schwere Wirtschaftskriminalität SFO.

Handelssysteme: Hochfrequenzhändler sollen Einblicke in eigentlich anonyme Handelspositionen von anderen Kunden erhalten haben. Es ermitteln die US-Börsenaufsicht SEC und die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft.

HSBC

Geldwäsche: Geldwäsche-Vorwürfe und damit verbundene Sanktionsverstöße hält Moody`s für ein hohes Risiko für das britische Institut.

RBS

Verkauf toxischer US-Hypotheken: Die Royal Bank of Scotland hat dafür bereits 2,5 Milliarden Dollar zurückgelegt, Moody's hält aber eine endgültige Strafzahlung für wahrscheinlich, die „ein Vielfaches“ davon beträgt.

Deutsche Bank

Devisen: Es geht um Kursmanipulationen

Russlandgeschäft: Kunden sollen über die Russland-Tochter der Bank Schwarzgeld gewachsen haben.

Credit Suisse

US-Hypotheken und Asset Backed Securities: Die RMBS Working Group, eine Einheit des US-Justizministeriums, untersucht den Verkauf und die Bündelung von US-Schrotthypothekenkrediten, die zur Finanzkrise führten. Das führte zum Teil schon zu empfindlichen Strafen in der Branche.

UBS

US-Hypotheken und Asset Backed Securities: Die RMBS Working Group, eine Einheit des US-Justizministeriums, untersucht den Verkauf und die Bündelung von US-Schrotthypothekenkrediten, die zur Finanzkrise führten. Das führte zum Teil schon zu empfindlichen Strafen in der Branche.

Goldman Sachs

US-Hypotheken und Asset Backed Securities: Die RMBS Working Group, eine Einheit des US-Justizministeriums, untersucht den Verkauf und die Bündelung von US-Schrotthypothekenkrediten, die zur Finanzkrise führten. Das führte zum Teil schon zu empfindlichen Strafen in der Branche.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×