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09.02.2016

18:02 Uhr

UBS kappt Gehälter

Investmentbanker müssen sich auf Nullrunde einstellen

Keine Gehaltserhöhung für UBS-Banker: Die Schweizer Großbank stellt die Mitarbeiter ihrer Investment-Sparte auf eine Nullrunde ein. Deren Trauer dürfte sich jedoch in Grenzen halten – denn die Boni können weiter steigen.

Auch die Konkurrenten Barclay’s und HSBC haben Nullrunden für ihre Angestellten angekündigt. ap

Keine Erhöhung

Auch die Konkurrenten Barclay’s und HSBC haben Nullrunden für ihre Angestellten angekündigt.

New York/LondonDie Schweizer Großbank UBS friert Insidern zufolge die Grundgehälter im Investmentbanking ein. Die Mitarbeiter müssten sich in dem Bereich konzernweit auf eine Nullrunde einstellen, sagten zwei mit dem Vorhaben vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Boni, die im Investmentbanking traditionell einen hohen Teil des gesamten Gehalts ausmachen, könnten jedoch – abhängig von der Leistung der Betroffenen – weiterhin deutlich steigen.

In ganz Europa sind Investmentbanken derzeit auf Sparkurs. HSBC hatte kürzlich einen Einstellungsstopp und eine Nullrunde angekündigt. Auch Barclays hat die Gehälter eingefroren.

Die größten Banken Europas (nach Marktkapitalisierung)

Platz 10

Intesa Sanpaolo
Italien
28,472 Milliarden Euro

Stand: Anfang Juli 2016. Quelle: S&P Global Market Intelligence

Platz 9

Nordea Bank
Schweden
30,411 Milliarden Euro

Platz 8

Banco Bilbao
Spanien
32,701 Milliarden Euro

Platz 7

ING Groep
Niederlande
35,7527 Milliarden Euro

Platz 6

PAO Sberbank of Russia
Russland
40,396 Milliarden Euro

Platz 5

UBS Group
Schweiz

43,209 Milliarden Euro

Platz 4

Lloyds Banking Group

Großbritannien

46,368 Milliarden Euro

Platz 3

Banco Santander

Spanien

49,393 Milliarden Euro

Platz 2

BNP Paribas

Frankreich

49,495 Milliarden Euro

Platz 1

HSBC

Großbritannien

110,804 Milliarden Euro

Die Investmentbanker der UBS müssen ihre Hoffnung auf steigende Grundgehälter aber nicht ganz begraben: Das Institut werde deren Entwicklung im zweiten Quartal mit Blick auf das Marktumfeld und im Branchenvergleich nochmals überprüfen, sagten die Insider. Ein UBS-Sprecher in London wollte sich zu den Informationen nicht äußern.

Die Schweizer Bank hatte das kapitalintensive Investmentbanking früher als viele andere Institute zurückgefahren und konzentriert sich zunehmend auf das Vermögensverwaltungsgeschäft. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die UBS im Investmentbanking mit 5200 Beschäftigten einen Vorsteuergewinn von 1,9 Milliarden Franken.

Von

rtr

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