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14.08.2014

17:34 Uhr

UBS-Präsident Axel Weber

Warnung vor zu niedrigen Leitzinsen

ExklusivUBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber plädiert indirekt für eine Erhöhung der Leitzinsen – und das weltweit. Er kritisiert die Vorgehensweisen der Notenbanken und bangt um die Finanzstabilität.

UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber: Plädoyer für höhere Leitzinsen. dpa

UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber: Plädoyer für höhere Leitzinsen.

DüsseldorfDer Verwaltungsratspräsident der Schweizer Großbank UBS, Axel Weber, hat sich dafür ausgesprochen, die Finanzstabilität stärker bei der geldpolitischen Steuerung zu beachten und nicht allein ein kurzfristiges Inflationsziel zu verfolgen. „Meines Erachtens hat die Finanzkrise Zweifel daran geweckt, ob die Strategie der Inflationssteuerung überhaupt je tauglich war“, schreibt Weber in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt (Freitagausgabe).

Die Zinssätze schienen derzeit für die Realwirtschaft zu hoch und gleichzeitig für die Finanzmärkte zu niedrig. Werde die Finanzstabilität als Ziel vernachlässigt, entstünden Fehlentwicklungen an den Märkten, denen irgendwann eine Korrektur folgen müsse, warnte der ehemalige Präsident der Deutschen Bundesbank.

Die boomenden Finanzmärkte könnten höhere Zinssätze „wohl verkraften – sie bräuchten sie wahrscheinlich sogar, damit keine Ungleichgewichte entstehen“, argumentiert Weber. Indirekt spricht sich der frühere Notenbanker damit für höhere Leitzinsen aus. Er kritisiert zudem indirekt die US-Notenbank Fed, die das Ziel der Finanzstabilität explizit nicht als geldpolitisches Leitinstrument einsetzen wolle.

Von

bas

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