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09.02.2015

10:20 Uhr

UBS und Barclays

USA ermitteln in Devisengeschäften

Die USA ermitteln weiter gegen UBS und Barclays: Die Großbanken könnten Kunden und Geschäftspartner nicht angemessen über die Gewinne bei Devisengeschäften unterrichtet haben. Auch andere Banken könnten betroffen sein.

Die UBS hatte wegen Verwicklung ihrer Händler in Devisenmanipulationen bereits in Vergleichen über 700 Millionen Euro gezahlt. Reuters

Neben UBS und Barclays sollen auch weitere Banken betroffen sein

Die UBS hatte wegen Verwicklung ihrer Händler in Devisenmanipulationen bereits in Vergleichen über 700 Millionen Euro gezahlt.

Das US-Justizministerium weitet einem Zeitungsbericht zufolge seine Ermittlungen im Devisenskandal gegen die Großbanken UBS und Barclays aus. Das Ministerium untersuche nun auch Anlageangebote, die auf Devisengeschäften basieren, berichtete die „Financial Times“ (Montagausgabe) unter Berufung auf mit den Ermittlungen vertraute Personen.

Geprüft werde, ob die beiden Geldhäuser solche Produkte verkauft haben, ohne die Gewinne aus Devisengeschäften offenzulegen, aus denen die Renditen der Produkte erwirtschaftet wurden. Zudem untersuche das Ministerium ähnliche Vorwürfe gegen weitere Banken.

Es bestehe der Verdacht, dass Kunden und Geschäftspartner nicht angemessen über die von den Instituten erzielten Gewinne unterrichtet wurden. Dem Blatt zufolge lehnten das Ministerium, UBS und Barclays Stellungnahmen ab.

Welche Finanzfirmen für US-Sanktionsverstöße büßen mussten

Verstoß kann teuer werden

Vor BNP Paribas hat die US-Justiz schon eine ganze Reihe an Finanzkonzernen wegen Verstößen gegen Sanktionen gegen Staaten wie den Iran zur Kasse gebeten. Eine Übersicht.

Deutsche Börse (November 2013)

Die Deutsche Börse zahlt 152 Millionen Dollar, weil ihre Tochter Clearstream bei Wertpapierübertragungen eingefrorenes Geld illegalerweise in den Iran überwiesen haben soll.

Standard Chartered (2012)

Mehrere US-Behörden verdonnern die britische Bank Standard Chartered im Jahresverlauf zur Zahlung von insgesamt 667 Millionen Dollar wegen unerlaubter Geschäfte mit dem Iran.

ING (Juni 2012)

Der niederländische Finanzkonzern ING zahlt 619 Millionen Dollar wegen Geschäften mit Iran und Kuba.

RBS (Mai 2010)

Die Royal Bank of Scotland zahlt 500 Millionen Dollar für Geschäfte der übernommenen niederländischen ABN Amro mit dem Iran, Libyen, dem Sudan, Kuba und anderen sanktionierten Staaten.

Credit Suisse (Dezember 2009)

Die Schweizer Credit Suisse büßt mit 536 Millionen Dollar für Geschäfte mit dem Iran und anderen Staaten.

Lloyds (Januar 2009)

Die britische Bank Lloyds zahlt 350 Millionen Dollar wegen Verstößen gegen Iran- und Sudan-Sanktionen.

Die UBS hatte im November wegen Verwicklung ihrer Händler in Devisenmanipulationen in Vergleichen mit den Aufsichtsbehörden aus Großbritannien, den USA und der Schweiz insgesamt 774 Millionen Franken (738 Millionen Euro) gezahlt. Das US-Justizministerium war nicht Teil des Vergleichs.

Von

rtr

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