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10.02.2015

08:16 Uhr

UBS warnt vor Frankenstärke

Das letzte glückliche Quartal

VonHolger Alich, Alexander Möthe

Gewinn über den Erwartungen der Analysten, Dividende verdoppelt: Das Schlussquartal 2014 lief für die Schweizer Großbank UBS gut, aber glanzlos. Der Ausblick wird schwieriger – besonders wegen der Aufwertung des Franken.

Die UBS freut sich über ein gutes, aber glanzloses Schlussquartal. Es droht: der Franken. Reuters

Hoher Gewinn, doppelte Dividende

Die UBS freut sich über ein gutes, aber glanzloses Schlussquartal. Es droht: der Franken.

Zürich/DüsseldorfDie UBS hat ein eher glanzloses Ergebnis für das vierte Quartal ausgewiesen. Der Reingewinn im vierten Quartal lag 963 Millionen Franken etwas über den Erwartungen der Analysten, allerdings bekam das Quartalsergebnis durch die Auflösung von Steuerrückstellungen von fast 500 Millionen Franken Rückenwind. Im Vorquartal war ein Gewinn von 762 Millionen, im Vorjahresquartal von 917 Millionen Franken erzielt worden.

Der Vorsteuergewinn von 538 Millionen Franken lag unter den Erwartungen der Analysten. Im Quartal zuvor war wegen hoher Rückstellungen für Rechtskosten noch ein Fehlbetrag von 554 Millionen Franken angefallen. Im Gesamtjahr verzeichnete UBS ein Konzernergebnis von 3,6 Milliarden Franken, nach 3,2 Milliarden im Vorjahr.

Größte Vermögensverwalter der Welt

Platz 10

Deutsche Bank (Deutschland)

380 Milliarden Dollar (Vorjahr: 387 Mrd. $)

Quelle der Angaben: PAM Insight Wealth Ranking. Stand jeweils Ende 2013 im Vergleich zu 2012.

Platz 9

HSBC (Großbritannien)

382 Milliarden Dollar (Vorjahr: 398 Mrd. $)

Platz 8

BNP Paribas (Frankreich)

383 Milliarden Dollar (Vorjahr 349 Mrd. $)

Platz 7

Raymond James Financial (USA)

454 Milliarden Dollar (398 Mrd. $)

Platz 6

Royal Bank of Canada (Kanada)

660 Milliarden Dollar (647 Mrd. $)

Platz 5

Credit Suisse (Schweiz)

887 Milliarden Dollar (Vorjahr: 862 Mrd. $)

Platz 4

Wells Fargo (USA)

1618 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1200 Mrd. $)

Platz 3

Morgan Stanley (USA)

1909 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1800 Mrd. $)

Platz 2

Bank of America (USA)

2002 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1800 Mrd. $)

Platz 1

UBS (Schweiz)

2055 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1747 Mrd. $)

Beim Ausblick bleibt UBS vorsichtig; die sprunghafte Aufwertung des Franken zu Euro und Dollar belastet Schweizer Vermögensverwaltungsbanken, auch Marktführer UBS. „Die Stärke des Schweizer Franken gegenüber anderen Währungen (...) werden die Profitabilität von UBS und – sofern die Situation andauert– einige ihrer Performance Ziele unter Druck setzen“, schreibt das Institut in seinem Ausblick.

Daher hat die Bank ihre Ziele korrigiert. Statt einer Eigenkapitalrendite von 15 Prozent in diesem Jahr streben die Eidgenossen nun „rund 10 Prozent“ an. Für das kommende Jahr soll dann ein Renditesprung auf über 15 Prozent gelingen. Im vierten Quartal lagt die Eigenkapitalrendite bei 7,6 Prozent. Doch von neuen Sparanstrengungen ist nicht die Rede. Konkurrent Julius Bär hatte bei der Vorstellung der Ergebnisse ein neue Sparbemühungen von 100 Millionen Franken und den Abbau von 200 Stellen angekündigt.

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Die UBS gilt bei Anlegern als Dividendentitel, da die Bank sich dank guter Kapitalausstattung hohe Ausschüttungen leisten kann. Hier hat die Bank die Erwartungen erfüllt: die reguläre Ausschüttung soll 50 Rappen betragen, hinzu kommt eine Sonderdividende von 0,25 Prozent als Belohnung dafür, dass die Anleger den Aktientausch zur neuen UBS Holding mitgemacht haben. Durch die neue Holding-Struktur, die dann operative Töchter wie UBS Schweiz oder USA hält, soll die Bank im Krisenfall leichter abzuwickeln werden.

Kommentare (1)

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Herr M. M.

10.02.2015, 10:19 Uhr

Die Welt wäre ein ganzes Stück besser sein,wenn diese Verbrechersyndikate verboten würden.Aber da man damit solange "gutes Geld" verdient hat,klammert man sich an diesen "white collar crime".

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