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07.01.2011

21:46 Uhr

Übernahme Dekabank

Sparkassen fordern Lösung für WestLB

Bei der umworbenen Dekabank haben die Sparkassen bald alleine das Sagen. Die Landesbanken geben ihren 50-Prozent-Anteil an dem, Fondsanbieter ab - und streichen dafür 2,3 Milliarden Euro ein. Doch die Verhandlungen entfachten auch die Diskussionen um die Landesbankonsolidierung. Dabei steht erneut die WestLB im Fokus.

Die Zukunft der Dekabank ist mit der der WestLB verwoben. Quelle: dpa

Die Zukunft der Dekabank ist mit der der WestLB verwoben.

HB FRANKFURT. Nach monatelangem Ringen haben sich die Sparkassen und Landesbanken über die Zukunft der Dekabank geeinigt: Die Sparkassen sollen den Fondsdienstleister vollständig übernehmen. Es gebe eine grundsätzliche Einigung über die Möglichkeit, die Landesbanken-Anteile der Deka zu kaufen, bestätigte der Sparkassendachverband DSGV am Freitag Informationen aus Finanzkreisen.

Doch die Verträge sind noch nicht unterzeichnet - und schon droht eine Verhandlungspartei auszuscheren: Die rheinischen Sparkassen knüpfen die Übernahme Kreisen zufolge an eine Lösung für die kriselnde WestLB und ihre westfälischen Partner verweisen auf die nötige Zustimmung des Bundes. Dieser dringt schon lange auf eine Konsolidierung im Landesbankensektor und macht nun ebenfalls Druck.

Die Einigung zwischen Sparkassen und Landesbanken kam früher als erwartet, nachdem DSGV-Präsident Heinrich Haasis zuletzt betont hatte, er strebe ein Ergebnis bis Ende Februar an. Schon seit Jahren wurde um die neue Eignerstruktur der Dekabank gerungen. Bislang halten die Sparkassen die Hälfte der Anteile an dem lukrativen Fondsdienstleister, der 2010 wohl ein neues Rekordergebnis eingefahren haben dürfte. Der Rest gehört den Landesbanken. Diese wollten - oder mussten aufgrund von EU-Auflagen wie etwa die kriselnde WestLB und die LBBW - schon lange aussteigen, doch beim Preis fand man nicht zueinander.

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