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24.06.2014

14:28 Uhr

Übernahme

Liechtensteiner LGT kauft Milliarden-Portfolio von HSBC

Die LGT verstärkt sich mit einem Kundenportfolio von der einen scharfen Sparkurs fahrenden Großbank HSBC. Die Liechtensteiner erhoffen sich viel: Das Geldhaus will in Zukunft von den reichen HSBC-Kunden profitieren.

Die liechtensteinische Bank LGT übernimmt Ende des Jahres ein teures Kundenportfolio der Schweizer Tochter der britischen Bank HSBC. ap

Die liechtensteinische Bank LGT übernimmt Ende des Jahres ein teures Kundenportfolio der Schweizer Tochter der britischen Bank HSBC.

ZürichDie liechtensteinische Bank LGT übernimmt von der Schweizer Tochter der britischen Großbank HSBC ein Kundenportfolio über zehn Milliarden Franken. Zusammen mit dem Geld wechseln auch rund 70 HSBC-Mitarbeiter zu der Bank, wie LGT am Dienstag mitteilte. Der Kaufpreis, den die Liechtensteiner nicht nannten, werde in bar aus dem Eigenkapital der LGT bezahlt. Die Transaktion soll im vierten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein.

LGT, die im Besitz des Liechtensteiner Fürstenhauses steht, ist die größte Bank des kleinen Fürstentums. Sie verwaltete Ende 2013 Kundenvermögen von knapp 111 Milliarden Franken (91 Milliarden Euro), davon 21 Milliarden Franken in der Schweiz. Die Bank beschäftigt an mehr als 20 Standorten in Europa, Amerika, Asien und dem Mittleren Osten 1900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die von HSBC kommenden reichen und sehr reichen Kunden stammen aus Zentral- und Osteuropa, Lateinamerika und Westeuropa. Das seien Länder, die für die Wachstumsstrategie von LGT von zentraler Bedeutung seien, erklärte die Bank.

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HSBC Schweiz ist neben Bank Bär und den Kantonalbanken von Basel und Zürich eine von rund einem Dutzend Instituten in der Schweiz, gegen die das US-Justizministerium wegen Beihilfe zu Steuerhinterziehung ermittelt und die mit einer saftigen Strafe rechnen müssen. Die zu übernehmenden Vermögen seien einer rigorosen Überprüfung nach Steuer- und anderen Kriterien unterzogen worden, erklärte LGT. Die britische Großbank fährt einen scharfen Sparkurs und hat seit 2011 rund 60 Geschäftsbereiche geschlossen oder verkauft.

Von

rtr

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