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04.05.2011

18:00 Uhr

Übernahmepoker

Deutsche Börse legt Angebot für Nyse vor

Im Übernahmepoker um die New Yorker Börse Nyse Euronext beginnt die heiße Phase: Die Deutsche Börse hat am Mittwoch ihr Angebot vorgelegt. Unterdessen macht sich Mitbieter ICE hübsch.

Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt. Quelle: dapd

Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt.

FrankfurtDie Deutsche Börse hat im Übernahmepoker um die New Yorker Nyse Euronext ihre Karten auf den Tisch gelegt. Am Mittwoch veröffentlichte der Dax-Konzern das offizielle Übernahmegebot. Demnach können die Aktionäre des deutschen Marktbetreibers ihre Titel bis zum 13. Juli andienen, um sie in Papiere des neuen Börsenriesen tauschen zu lassen.

So dürfte sich bis Mitte Juli abzeichnen, ob sich die Frankfurter Börse und die Wall Street wie geplant zum weltweit größten Börsenkonzern zusammenschließen - oder ob Nasdaq und ICE mit ihrem Konkurrenzgebot Erfolg haben. Die US-Rivalen haben ihr Gebot noch nicht veröffentlicht.

Jedes Papier, das die Aktionäre des deutschen Konzerns übertragen, soll im Verhältnis eins zu eins umgetauscht werden. Den Investoren der New Yorker Börse sollen für jedes Wertpapier 0,47 Aktien an dem noch Alpha Beta Netherlands genannten neuen Konzern ins Portfolio gebucht werden.

Letztlich sollen die Altaktionäre der Deutschen Börse 60 Prozent an dem neuen Börsenriesen halten, die Nyse-Aktionäre 40 Prozent. Die Transaktion steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass 75 Prozent der Deutschen-Börse-Papiere umgetauscht werden. Die Investoren der Nyse sollen am 7. Juli auf einem Aktionärstreffen über das Gebot abstimmen, von ihrer Seite ist eine Zustimmung von 50 Prozent notwendig. Auch die Wettbewerbsbehörden müssen grünes Licht geben.
Die Deutsche Börse hofft, die Transaktion bis zum Jahresende abzuschließen. Allerdings ist das noch keine ausgemachte Sache: Obwohl sich die Nyse mit Händen und Füßen wehrt, machen Nasdaq und ICE dem US-Konzern Avancen und werben mittlerweile direkt bei den Investoren für ihren Fusionsvorschlag. Einige Nyse-Aktionäre haben sich für dieses Gebot ausgesprochen, das lange Zeit über dem aus Deutschland lag.

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