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01.11.2014

17:39 Uhr

„Ultra-High-Net-Worth“

Deutsche Bank will Asiens Megareiche

Asiaten mit 100 Millionen US-Dollar oder mehr rücken ins Blickfeld der Deutschen Bank: Unter anderem alternative Anlageformen wie Private-Equity und Infrastruktur sollen die ultrareichen Asiaten ködern.

Insgesamt rund 97 Milliarden US-Dollar betreut die Deutsche Bank im Asset und Wealth Management im Raum Asien-Pazifik. dpa

Insgesamt rund 97 Milliarden US-Dollar betreut die Deutsche Bank im Asset und Wealth Management im Raum Asien-Pazifik.

Die Deutsche Bank AG hat sich für ihr Wealth-Management im Raum Asien-Pazifik ambitionierte Ziele gesteckt. Die Erträge sollen bis 2015 um 20 Prozent steigen. Daher will die Bank nun die Ultrareichen der Region verstärkt als Kunden gewinnen.

Diese Zielgruppe beseht aus Personen mit einem potenziell investierbaren Vermögen von mindestens 100 Millionen Dollar, wie Mark Smallwood, Leiter Geschäftsentwicklung und Strategische Initiativen für die Region bei Deutsche Asset & Wealth Management in Hongkong zu Bloomberg News sagte. Dabei sollen sowohl Neukunden, als auch mehr Gelder von bestehenden Klienten gewonnen werden.

Hauptaugenmerk liege auf Kunden aus Singapur, Hongkong, Indonesien, China, erläuterte Smallwood. „Wir gehen das an, indem wir uns ganz auf unsere Stärke konzentrieren. Und unsere Stärke ist der Ultra-High-Net-Worth- Bereich“, sagte Smallwood zum Privatkundengeschäft der Sparte, die auch für das Asset-Management-Geschäft – wie etwa Investmentfonds – zuständig ist.

Zur derzeitigen Kundenzahl wollte er sich nicht äußern. Insgesamt betreue die Bank aus Frankfurt im Bereich der Sparte Asset und Wealth Management Asien-Pazifik rund 97 Milliarden Dollar. Die wachsende Zahl reicher Personen macht die Region attraktiv.

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Laut einer aktuellen Studie von Cap Gemini SA und der Royal Bank of Canada wird die Zahl der Millionäre im Raum Asien- Pazifik, die im vergangenen Jahr um 17 Prozent gestiegen ist, bis Ende 2014 wohl höher liegen als in Nordamerika. Gewinnen will Smallwood megareiche Asiaten mit strukturierten Finanzprodukten, Hedging-Lösungen und alternativen Anlageformen wie Private-Equity und Infrastruktur.

Das verwaltete Anlagekapital der 20 größten Vermögensverwalter in Asien ist laut einer Studie von Asian Private Banker von Oktober 2013 um zwölf Prozent zum Vorjahr auf 1,36 Billionen Dollar gestiegen. Führend war die Schweizer UBS AG mit 245 Milliarden Dollar, gefolgt von der Citigroup Inc. mit 218 Milliarden Dollar. Die Deutsche Bank erreichte Platz fünf.

Der Vorstoß der Deutschen Bank im Segment der Ultrareichen steht im Zusammenhang mit dem Ziel, die 2012 unter Michele Faissola zusammengelegten Bereiche Wealth- und Asset-Management auszubauen. Der Geschäftsbereich trug im vergangenen Jahr 14 Prozent zu den Gesamterträgen der Bank bei, im Vergleich zu 13 Prozent 2012, wie von Bloomberg zusammengestellte Daten zeigen.

Global wurden Ende Juni rund 955 Milliarden Euro betreut, wobei auf die Sparte Asien-Pazifik mit 185 Mitarbeitern in der Privatkundenbetreuung acht Prozent davon entfielen. Das geht aus Angaben von Smallwood und auf der Webseite hervor.

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