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11.01.2011

15:57 Uhr

Umfrage

Top-Banken haben wenig Vertrauen in Staatsfinanzen

Vertrauen ist bei Finanzgeschäften der Anfang von allem. Und die deutschen Bank-Manager haben davon nicht viel, wenn es um die Staatsfinanzen der Euro-Länder geht. Das belegt eine aktuelle Umfrage.

Deutschlands Banker schauen mit Sorge auf die Finanzen der EU-Länder. Quelle: ap

Deutschlands Banker schauen mit Sorge auf die Finanzen der EU-Länder.

HB FRANKFURT. Die deutschen Top-Banker haben wenig Vertrauen in die Staatsfinanzen der Euro-Länder: Jeder zweite Bankmanager hält die Pleite eines europäischen Landes für möglich. Das ergab eine heute veröffentlichte Umfrage des Beratungsunternehmens Ernst & Young, das 120 Banken befragt hatte.

Sollte es zur Zahlungsunfähigkeit eines Staats kommen, hätte dies katastrophale Folgen, die alle Marktteilnehmer zu spüren bekämen, erklärte Ernst & Young-Experte Claus-Peter Wagner. "Sollten massive Abschreibungen bei einigen großen Häusern nötig werden, würde dies zu erneuten Turbulenzen im gesamten Wertpapiermarkt führen."

Was die Folgen einer Staatspleite für ihr Institut angeht, sind die Bankmanager entspannter: Nur jeder vierte glaubt, dass solch eine Entwicklung negative Auswirkungen auf das eigene Geschäft hätte. "Die große Mehrheit der befragten Banken dürfte kaum oder keine Papiere der wackelnden Staaten halten und hat daher auch keine direkten Ausfälle zu befürchten", sagte Wagner.

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