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26.01.2012

21:53 Uhr

Umstrittene Zahlung

Millionen-Bonus für RBS-Chef Hester

Stephen Hester, Chef der größtenteils verstaatlichten Royal Bank of Scotland, erhält einen Millionenbonus. Die Zahlung ist in England höchst umstritten.

RBS-Chef Stephen Hester kann sich über einen Bonus von umgerechnet mehr als einer Million Euro freuen. AFP

RBS-Chef Stephen Hester kann sich über einen Bonus von umgerechnet mehr als einer Million Euro freuen.

LondonDer Vorstandschef der größtenteils verstaatlichten Royal Bank of Scotland, Stephen Hester, wird in diesem Jahr einen Bonus im Wert von 963.000 Pfund (1,15 Millionen Euro) erhalten. Das gab die britische Großbank am Donnerstagabend in London bekannt.

Die Bonuszahlung ist höchst umstritten. Premierminister David Cameron hatte zuvor erklärt, ein Bonus von mehr als einer Million Pfund sei aus Sicht der Regierung nicht akzeptabel. Wirtschaftsminister Vince Cable kämpft für ein Gesetz, das die Beteiligung der Aktionäre an den Bonusentscheidungen der Banken stärkt.

Die Royal Bank of Scotland erklärte, Hester soll 3,6 Millionen Aktien der Bank als Bonusleistung erhalten. Das entspricht derzeit 963.000 Pfund.

Im vergangenen Jahr hatte Hester einen Bonus in doppelter Höhe erhalten. Sein Grundgehalt beträgt 1,2 Millionen Pfund. Hester war am Niedergang der RBS im Jahr 2008 nicht beteiligt. Heute befindet sich die Bank zu 83 Prozent im Staatsbesitz.

Die RBS hatte erst vor wenigen Wochen angekündigt, weitere 3500 Stellen zu streichen und ihre Investmentbank deutlich zu verkleinern. In den vergangenen drei Jahren verkleinerte sich der Personalbestand bei RBS um rund 50.000 Stellen auf 150.000.

Die Bank hatte sich mit der Übernahme der niederländischen ABN Amro übernommen. In den Jahren 2008 bis 2010 lief ein Verlust von 29 Milliarden Pfund auf, für die der britische Steuerzahler geradestehen musste.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Widerliche_Neid_Debatte

27.01.2012, 03:46 Uhr

Wieder mal so eine widerliche Neid-Debatte. Kommt halt gut an bei den kleinen Leuten, die sich mehr als 8000 Euro/Monat sowieso nicht vorstellen koennen. Jeder der mehr verdient muss ja ein Verbrecher sein und Zahlungen von mehr sind unetisch und unfair. Der eigene Mangel an Bildung, Leistungsfaehigkeit und Intelligenz sind natuerlich als Gruende fuer den Gehaltsunterschied nicht zu gebrauchen.

Fakt ist, dass der Mann nix mit den Problemen zu tun hatte und Banken und Unternehmen im Konkurenzkampf um gute Leute stehen. Wird nicht gut gezahlt kommen auch nur Pfeiffen. Dann ist natuerlich wider das Gemecker gross, weil der Laden nicht laeuft.

Wer gut bezahlt nicht leistet ist natuerlich zur Rechenschaft zu ziehen. Alles andere geht in Ordnung.

Verglichen mit den USA ist das sowieso ein Witz.

volker

27.01.2012, 07:12 Uhr

Man kann daran sehen, wie weit sich die Branche von der Normalwirtschaft entfernt hat. Gehört ausgemistet.

bankbeklauer

27.01.2012, 07:16 Uhr

so ein blödsinn.dann müßten ja die herzspezialisten,nobelpreisträger,astronauten und sonstige genies zig millionen kriegen.

die finanzindustrie is wegen der pfeifen,die dort unterwegs sind und an der spitze stehen,in der krise

die presse und die mitbürger haben einen klaren blick für fehlentwicklungen,mit platten neiddebatten hat das nix zu tun,eher mit klarsicht und problembewußtsein.

im übrigen wirdt kein volksbank oder sparkassenleiter mit geld und boni zugeschissen und diese freddies halten unsere wirtschaft auf kurs,nicht die hütchenspieler ackenmann,blessing und CO.

die ham sich doch ihr risiko mit zig milliarden aus der staatskasse bezahlen lassen,die deutsche bank sogar von der FED.

und weil die bürger und die presse beim klauen zukucken, werden die hohen geschenke,von leistung kann ja keine rede sein,kritisiert.

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