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21.07.2014

18:10 Uhr

Ungarisches Kreditgesetz

BayernLB muss Millionen zurücklegen

Weil Ungarn beschlossen hat, dass Banken Zinsen und Gebühren für Kredite senken müssen, muss die ungarische Tochter der BayernLB 16,5 Millionen Euro zurücklegen - eine hohe Summe für das Sorgenkind der Landesbank.

BayernLB -Tochter MKB  leidet unter der schwachen Wirtschaftsentwicklung Ungarns und unter hohen Abgaben, die Banken dort leisten müssen. dpa

BayernLB -Tochter MKB leidet unter der schwachen Wirtschaftsentwicklung Ungarns und unter hohen Abgaben, die Banken dort leisten müssen.

Budapest/FrankfurtRückschlag für die ungarische BayernLB -Tochter MKB: Wegen eines neuen Kreditgesetzes der Regierung in Budapest habe sie im ersten Halbjahr 5,1 Milliarden Forint (rund 16,5 Millionen Euro) zurücklegen müssen, erklärte die defizitäre MKB am Montag. Gegen Teile des neuen Gesetzes behalte sich das Geldhaus rechtliche Schritte vor.

Ungarn hat kürzlich beschlossen, dass Banken rückwirkend Zinsen und Gebühren für Kredite senken müssen, die sie vor der Finanzkrise meist in Fremdwährungen wie dem Schweizer Franken vergeben haben. Weil die Landeswährung Forint seitdem massiv an Wert verloren hat, können viele Familien ihre Schulden nicht zurückzahlen.

Diese deutschen Banken überprüft die EZB

Großbanken

Commerzbank
Deka-Bank (Spitzeninstitut der Sparkassen)
Deutsche Bank
DZ-Bank (Spitzeninstitut der Volksbanken)
Hypo Real Estate Holding (Deutsche Pfandbriefbank)
SEB
WGZ Bank (2. Spitzeninstitut der Volksbanken)

Landesbanken

Bayerische Landesbank (BayernLB)
Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)
Landesbank Berlin (LBB)
Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba)
Norddeutsche Landesbank (NordLB)
HSH Nordbank

Sparkassen/Genossenschaftsbanken

Deutsche Apotheker- und Ärztebank
Haspa Finanzholding (Hamburger Sparkasse)

Immobilienbanken

Aareal Bank
Münchener Hypothekenbank

Förderbanken

Landeskreditbank Baden-Württemberg
Landwirtschaftliche Rentenbank
NRW.Bank

Sonstige Institute

Volkswagen Financial Services Aktiengesellschaft
Wüstenrot & Württembergische

Die ungarische Nationalbank schätzt, dass das Gesetz den Bankensektor 1,9 bis 2,9 Milliarden Euro kosten könnte. Österreichische Banken wie Erste Group und Raiffeisen International erwarten Belastungen von mehreren hundert Millionen Euro. Bereits 2011 hatte die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban die Geldhäuser per Gesetz zum Umtausch von Fremdwährungskrediten verdonnert, was den Instituten hohe Verluste einbrockte.

Die MKB ist seit langem ein Sorgenkind der zweitgrößten deutschen Landesbank. Das ungarische Institut leidet unter der schwachen Wirtschaftsentwicklung in dem osteuropäischen Land sowie den vergleichweise hohen Abgaben, die Banken in dem Land leisten müssen. Dank des Umbaus der MKB reduzierte die Bank ihre Verluste im ersten Quartal allerdings um 85 Prozent auf neun Millionen Euro. Die BayernLB muss die MKB auf Druck der EU spätestens 2015 losschlagen - Insidern zufolge verhandeln sie über einen Verkauf an die größte ungarische Bank OTP . Insider gehen davon aus, dass die BayernLB bei einem Verkauf große Verluste hinnehmen muss.

Von

rtr

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