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20.01.2016

14:13 Uhr

Unicredit

Italienische Großbank profitiert von Osteuropa-Geschäft

Eine ganze Reihe europäischer Banken hat massive Sparmaßnahmen angekündigt. Dazu gehört auch Unicredit – die italienische Großbank will mehr als 18.000 Stellen Streichen. Immerhin läuft es in Osteuropa weiterhin rund.

Die italienische Großbank will die Kosten bis 2018 um 1,6 Milliarden Euro senken. ap

Unikredit-Zentrale in Mailand

Die italienische Großbank will die Kosten bis 2018 um 1,6 Milliarden Euro senken.

WienDie italienische Großbank Unicredit erwartet in den Ländern Osteuropas weiterhin das größte Wachstum. Unterstützt durch eine wirtschaftliche Erholung werde für die Region bis 2018 ein Anstieg des Kreditvolumens um 20 Milliarden Euro auf 106 Milliarden Euro angepeilt, teilte die Mailänder Bank am Mittwoch mit. Die Profitabilität soll dabei auch künftig über westeuropäischen Niveaus liegen. Die Belastung durch notleidende Kredite sollte hingegen schrumpfen. Zudem will das Institut in den kommenden Jahren jährlich eine Million Neukunden dazu gewinnen.

Die UniCredit ist Marktführer in vielen Ländern Mittel- und Osteuropas. Bisher wurde ein Großteil des Osteuropa-Geschäfts von der österreichischen Tochter Bank Austria geleitet. Sie ist der größte Kreditgeber in der Region vor der Raiffeisen Bank International und der Erste Group. Im Zuge des laufenden radikalen Umbaus des italienischen Konzerns muss die Bank Austria jedoch das Osteuropa-Geschäft an ihre Mutter abgeben.

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„Mit der beabsichtigten Übertragung der Bankbeteiligungen in Osteuropa direkt an UniCredit setzen wir einen weiteren Schritt zu einer schlankeren Unternehmensstruktur sowie einem effizienteren Kapital- und Liquiditätsmanagement“, sagte UniCredit-Osteuropa-Chef Carlo Vivaldi. Neben der Abgabe des Osteuropa-Geschäfts muss die Bank Austria ihr schwächelndes Privatkundengeschäft in Österreich deutlich verkleinern und 70 der 190 Filialen schließen. Zu Wochenbeginn wurde zudem bekannt, dass die Bank Austria mitten in diesem Umbau ihren Chef austauscht. Willibald Cernko gibt per Ende Februar vorzeitig das Ruder an seinen jüngeren Vorstandskollegen Robert Zadrazil ab.

UniCredit-Chef Federico Ghizzoni will vor allem die dünne Kapitaldecke der Bank aufpolstern und die Kosten bis 2018 um 1,6 Milliarden Euro senken. Daher sollen unter anderem mehr als 18.000 Stellen gestrichen werden. Die Mailänder reihen sich damit ein in eine lange Reihe europäischer Geldhäuser, von Barclays bis zur Deutschen Bank, die massive Sparmaßnahmen angekündigt haben.

Von

rtr

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