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11.11.2014

15:58 Uhr

Unicredit

Sanierungskurs wird zum Gewinn-Multiplikator

Unicredit profitiert im dritten Quartal von einem unbarmherzigen Sanierungskurs, der das Institut auch durch den Stresstest brachte. Zudem kann die Bank einen neuen Chef für das wichtige Osteuropa-Geschäft präsentieren.

Die italienische Großbank Unicredit kann ihren Gewinn verdreifachen. Reuters

Die italienische Großbank Unicredit kann ihren Gewinn verdreifachen.

Mailand/WienDie teuren Aufräumarbeiten bei der größten italienischen Bank Unicredit zahlen sich weiter aus. Im dritten Quartal konnte der Mutterkonzern der deutschen HypoVereinsbank seinen Nettogewinn von 204 Millionen Euro vor einem Jahr auf 722 Millionen mehr als verdreifachen, wie das Institut am Dienstag in Mailand mitteilte.

Das lag vor allem an einer auf 754 Millionen Euro halbierten Risikovorsorge für Problemkredite. Vorstandschef Federico Ghizzoni hatte zu Jahresbeginn reinen Tisch gemacht und vor dem Beginn des Fitnesschecks der Europäischen Zentralbank (EZB) auf einen Schlag zahlreiche Problempapiere abgeschrieben. Dafür verbuchte er einen Milliardenverlust in der Bilanz des vergangenen Jahres.

Jetzt profitiert die Bank davon, dass sie von diesen Altlasten befreit ist. So kam Unicredit als eine von nur sechs italienischen Banken locker durch den Fitnesscheck der EZB, während gleich neun Institute scheiterten.

Auch beim Personal gab es Fortschritte, die italienische Großbank hat einen neuen Chef für ihr Osteuropa-Geschäft gefunden. Der langjährige Bank-Manager Carlo Vivaldi übernehme den Posten Mitte Februar von seinem Vorgänger Gianni Franco Papa, teilte das Institut am Dienstag mit. Papa wird Chef der Investmentbanking-Sparte.

Vivaldi hat bereits mehrere Stationen im Osteuropa-Geschäft des Geldhauses durchlaufen - zuletzt bei der türkischen Bank Yapi Kredi. Zuvor war er Finanzvorstand der österreichischen Tochter Bank Austria, die einen Großteil des Osteuropa-Geschäfts leitet.

An ihrem starken Engagement in der Region will die Bank festhalten. „Trotz der aktuellen geopolitischen Spannungen sehen wir uns selbst unverändert als strategischen Langzeitinvestor in Zentral- und Osteuropa und sind vom langfristigen Wachstumspotenzial unverändert überzeugt“, sagte Bank-Austria-Chef Willibald Cernko.

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