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13.05.2013

09:14 Uhr

UniCredit-Tochter

Bank Austria verdient zu Jahresbeginn weniger

Der Gewinn des größten Kreditgebers in Osteuropa, der Bank Austria, ist im ersten Quartal zusammengeschrumpft. Das Geschäft läuft aber nicht zu schlecht, die Bank expandiert weiterhin gen Osten.

Rettungsschirm für Osteuropa: Die Bank Austria steckt tief im Kreditgeschäft, unter anderem in Rumänien. Reuters

Rettungsschirm für Osteuropa: Die Bank Austria steckt tief im Kreditgeschäft, unter anderem in Rumänien.

WienDie UniCredit-Tochter Bank Austria hat zu Jahresbeginn wegen höherer Vorsorgen für faule Kredite in Osteuropa und eines teuren Rechtsstreits weniger verdient. Der Konzerngewinn schrumpfte in den ersten drei Monaten um 29 Prozent auf 285 Millionen Euro, wie das Institut am Montag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte die HVB-Schwesterbank noch vom Rückkauf von Hybridpapieren unter ihrem Nennwert profitiert - ein 124 Millionen Euro schwerer positiver Effekt, der dieses Jahr ausblieb. Stattdessen musste das Institut weitere 64 Millionen Euro nach einer Niederlage in einem jahrelangen Rechtsstreit um früheres DDR-Vermögen zurückstellen.

Die Bank Austria ist vor den Konkurrentinnen Raiffeisen Bank International und Erste Group der größte Kreditgeber in Osteuropa. Dort mussten die Banken zuletzt wegen der mauen Wirtschaftsentwicklung immer wieder hohe Rückstellungen für faule Kredite bilden. Dies blieb auch im ersten Quartal nicht aus: Die Vorsorgen in Osteuropa stiegen um knapp ein Drittel auf 240 Millionen Euro, während sie in Österreich um elf Prozent auf 58 Millionen Euro zurückgingen.

Die Bank Austria hatte sich wegen der jahrelangen Verluste von ihrer kasachischen Tochter ATF getrennt und sie an einen lokalen Geschäftsmann verkauft. Zudem will sich das Institut nun aus den baltischen Ländern zurückziehen und dort künftig nur noch Leasing anbieten. Bislang hatte die Bank je eine Niederlassung in Estland und Lettland sowie drei in Litauen.

In Rumänien baut das Institut seine Position jedoch aus: Erst Ende April hatte die Mutter UniCredit die Übernahme des rumänischen Privatkundengeschäfts der RBS angekündigt. Die Transaktion soll nach der Zustimmung von Aufsehern und Wettbewerbshütern in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden.

Die Mutter UniCredit kam im ersten Quartal auf einen Gewinn von 449 Millionen Euro. Ein Großteil davon stammt von der deutschen Tochter HVB. Sie verfügt weiterhin über gut gefüllte Kassen und kam zuletzt auf eine harte Kernkapitalquote von 18 Prozent. Bei der Bank Austria waren es 10,8 Prozent.

Von

rtr

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