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27.01.2009

17:19 Uhr

Unsanfte Landung

Doch kein neuer Firmenjet für Citigroup

Kurzfristig storniert die jüngst durch Steuergelder in Milliardenhöhe vor einem Kollaps gerettete US-Großbank Citigroup den Kauf eines 50 Millionen Dollar teuren Firmenjets - nach heftiger Kritik . Die Abbestellung koste die Bank mehrere Millionen Strafe.

Für die Citigroup gibt es die Annehmlichkeiten eines neuen Privatjets nun doch nicht. Foto: dpa dpa

Für die Citigroup gibt es die Annehmlichkeiten eines neuen Privatjets nun doch nicht. Foto: dpa

HB NEW YORK. Das teilte ein Sprecher der Citigroup am Dienstag mit. Am Montag hatte das Kreditinstitut noch erklärt, an dem Kauf festhalten zu wollen.

Die Bank hatte das Flugzeug des französischen Typs Dassault Flacon 7X 2005 bestellt und wollte es Ende des Jahres übernehmen. Citigroup wollte den Kauf durch die Veräußerung von alten Flugzeugen finanzieren.

Die US-Regierung hatte der Citigroup im vergangenen Jahr mit 45 Milliarden Dollar unter die Arme gegriffen. Seitdem üben Aufsichtsbehörden massiven Druck auf das Geldhaus aus.

Carl Levin, demokratischer Senator für Michigan, hatte das US-Finanzministerium umgehend aufgerufen, den Kauf des Flugzeugs zu prüfen. "Der Citigroup den Kauf eines Nobelflugzeugs - und dann auch noch ein ausländisches Fabrikat - zu erlauben, während die US-Autobauer ihre Jets verkaufen müssen, ist lächerlich und scheinheilig", sagte er.

Die Chefs der Detroiter Autobauer GM, Ford und Chrysler hatten Ende vergangenen Jahres für Furore gesorgt als sie zu einer Anhörung vor dem Kongress in Washington, bei der sie um Milliardenhilfen des Staates warben, mit Privatjets anreisten.

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