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23.10.2013

07:00 Uhr

Unzufriedene Großinvestoren

Die nächste Milliardenzahlung von JP Morgan

Mit einer unmittelbar bevorstehenden Einigung über Milliardenzahlungen besänftigt US-Großbank JP Morgan amerikanische Behörden. Jetzt wird das Institut wohl auch tief in die Tasche greifen, um Großkunden zu befrieden.

Menschen in der JP-Morgan-Zentrale in New York. Die Mega-Einigung mit US-Behörden ist noch nicht offiziell verkündet, da steht die nächste Milliardenzahlung ins Haus. ap

Menschen in der JP-Morgan-Zentrale in New York. Die Mega-Einigung mit US-Behörden ist noch nicht offiziell verkündet, da steht die nächste Milliardenzahlung ins Haus.

New YorkIm Hypothekenstreit steht die US-Großbank JP Morgan offenbar auch kurz vor einer milliardenschweren Einigung mit einer Gruppe von institutionellen Investoren. Vertreter des Geldhauses und die Profi-Anleger hätten sich am Freitag getroffen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Dienstag. Die Vereinbarung könnte eine Geldbuße von knapp sechs Milliarden Dollar vorsehen. Die Einigung sei aber noch nicht offiziell besiegelt.

Zu der Gruppe von mehr als einem Dutzend Investoren zählten unter anderen die Allianz-Sparte Pacific Investment Management, BlackRock und Neuberger Berman, hieß es weiter. Die Anwältin der Geschädigten, Kathy Patrick, äußerte sich nicht dazu. Bei JP Morgan war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

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Die massive 13-Milliarden-Strafe dürfte die US-Bank JP Morgan weniger hart treffen als angenommen. Insidern zufolge lässt sich ein Teil des Betrages von den Steuern absetzen, weil es sich nicht um Strafzahlungen handelt.

Am Wochenende hatte Medien berichtet, dass sich JP Morgan mit dem Justizministerium und anderen Behörden auf die Zahlung von 13 Milliarden Dollar geeinigt habe, um den Rechtsstreit beizulegen. Einen Teil davon wird das Unternehmen wohl von der Steuer absetzen können. In dem Streit geht es um den Verkauf riskanter Wertpapiere, die als ein Auslöser der weltweiten Finanzkrise ab 2007 gelten. Nach dem Platzen der Blase am US-Immobilienmarkt wurden viele mit Hypotheken besicherte Wertpapiere weitgehend wertlos. Die Besitzer machten hohe Verluste.

Viele Institute, die die Papiere kauften, gerieten in Schwierigkeiten und mussten staatlich gestützt werden. Im Fall von JP Morgan stammen die meisten Hypothekenpapiere aus dem Bestand von Bear Stearns und Washington Mutual, die das Institut in der Krise auf Betreiben der US-Regierung übernahm.

Von

rtr

Kommentare (3)

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klaus

23.10.2013, 08:40 Uhr

"Viele Institute, die die Papiere kauften, gerieten in Schwierigkeiten und mussten staatlich gestützt werden. Im Fall von JP Morgan stammen die meisten Hypothekenpapiere aus dem Bestand von Bear Stearns und Washington Mutual, die das Institut in der Krise auf Betreiben der US-Regierung übernahm."

belegen sie bitte diese aussage oder schreiben sie nicht solche behauptungen! Washington Mutual hatte mit sicherheit nicht mehr betrüger an bord als jpm! jpm ist kein opfer sondern täter und dafür bezahlen sie jetzt auch!

Till

23.10.2013, 09:07 Uhr

Liebes Handelsblatt!

Washington Mutual wurde nicht auf Betreiben der US Regierung von JPM übernommen, sondern durch eine gezielte, jahrelang vorbereitete Aktion von JPM gestohlen! Googlen Sie mal nach "Projekt West & JPM" . Außerdem soll doch JPM mal bitte Beweise vorlegen, das es sich bei den schlechten Hypothekenpapiere um Papiere von Bear Stearns und Washington Mutual handelt.

Account gelöscht!

23.10.2013, 09:31 Uhr

in dem Markt für Hypothekenpapiere waren Profis unter sich und jetzt weil die Geschäfte schief gelaufen sind wird der Verkäufer verklagt und zu Schadenersatzforderungen verdonnert.
Bei Kleinanlegern wäre die Vorgehensweise noch nachvollziehbar aber bei solchen Investoren einfach nur peinlich.

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