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18.10.2016

15:35 Uhr

US-Bank

Auch Goldman Sachs überzeugt im Handel

Wie bei den anderen amerikanischen Großbanken lief auch bei Goldman Sachs vor allem das Handelsgeschäft im dritten Quartal. Das Geldhaus konnte den Nettogewinn um 47 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar steigern.

Auch die Zahlen von Goldman Sachs konnten überzeugen. Reuters

Ein Händler an der NYSE

Auch die Zahlen von Goldman Sachs konnten überzeugen.

New YorkEin florierender Handel hat Goldman Sachs im Sommer die Kasse gefüllt. Die führende Investmentbank der Wall Street teilte am Dienstag mit, unter dem Strich im dritten Quartal 2,1 Milliarden Dollar verdient zu haben, 58 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Es ist bereits das zweite Vierteljahr in Folge mit Zuwächsen, nachdem es zuvor vier Quartale am Stück bergab ging. Rund lief es von Juli bis September – wie schon bei der Konkurrenz – vor allem im Handel: Mit festverzinslichen Wertpapieren, Rohstoffen und Währungen nahm Goldman Sachs 34 Prozent mehr ein, mit Aktien zwei Prozent.

Zuletzt hatten schon andere US-Geldhäuser wie JP Morgan, Citigroup und Bank of America vom Handel profitiert. Die Märkte schwankten im Sommer stark nach dem britischen Votum für einen EU-Austritt und wegen der Unsicherheit über den weiteren Zinskurs der US-Notenbank (Fed). Goldman-Hauptrivale Morgan Stanley wird seine Quartalsbilanz am Mittwoch vorlegen.

Zahlen der Deutschen Bank werden für Ende Oktober erwartet. Sie mischt im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren ebenfalls mit, hat aber regelmäßig mit Sonderlasten wegen Rechtsstreitigkeiten zu kämpfen, die auch dieses Mal die Quartalsbilanz wieder überschatten dürften.

Die größten Investmentbanken der Welt

Zur Analyse

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gingen im ersten Halbjahr 2016 laut Thomson Reuters die Umsätze von Investmentbanken mit Börsengängen, M&A-Beratung sowie neu begebenen Anleihen und Krediten um mehr als 23 Prozent zurück.

Platz 10

RBC Capital Markets

Einnahmen: 757 Millionen Dollar

Rückgang: 32,6 Prozent

Platz 9

Wells Fargo

Einnahmen: 891 Millionen US-Dollar

Rückgang: 28,9 Prozent

Platz 8

Deutsche Bank

Einnahmen: 1,269 Milliarden Dollar

Rückgang: 34,4 Prozent

Platz 7

Credit Suisse

Einnahmen: 1,309 Milliarden Dollar

Rückgang: 25,0 Prozent

Platz 6

Barclays

Einnahmen: 1,420 Milliarden Dollar

Rückgang: 22,0 Prozent

Platz 5

Citibank

Einnahmen: 1,420 Milliarden Dollar

Rückgang: 20,3 Prozent

Platz 4

Morgan Stanley

Einnahmen: 2,058 Milliarden Dollar

Rückgang: 26,8 Prozent

Platz 3

Bank of America Merrill Lynch

Einnahmen: 2,127 Milliarden Dollar

Rückgang: 23,8 Prozent

Platz 2

Goldman Sachs

Einnahmen: 2,396 Milliarden Dollar

Rückgang: 30,3 Prozent

Platz 1

JP Morgan

Einnahmen: 2,598 Milliarden Dollar

Rückgang: 22,6 Prozent

An der Wall Street verteuerten sich Goldman-Aktien vorbörslich um mehr als ein Prozent. Gewinn und Einnahmen lagen über den Analystenschätzungen. Auch die Konkurrenz hatte zuletzt die Investoren am Kapitalmarkt positiv überrascht.

Goldman Sachs hat sein Geschäft nach der weltweiten Finanzkrise von 2007/08 verschlankt und die Kosten gesenkt. Im abgelaufenen Quartal erhöhten sich die operativen Aufwendungen allerdings um zehn Prozent. Die Personalkosten, die viel stärker als bei anderen Unternehmen am Erfolg hängen, schossen um gut 36 Prozent in die Höhe.

Von

rtr

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