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06.02.2012

21:47 Uhr

US-Bank

Spitzen-Boni stürzen Lazard ins Minus

Nach einem Vorjahresgewinn von knapp 100 Millionen ist die US-Bank Lazard im vierten Quartal in die Verlustzone geschlittert. Verantwortlich dafür ist die europäische Schuldenkrise - aber auch hohe Bonuszahlen.

Knapp zwei Drittel der Nettoeinnahmen hat Lazard für Boni ausgegeben. AFP

Knapp zwei Drittel der Nettoeinnahmen hat Lazard für Boni ausgegeben.

New YorkDie US-Bank Lazard ist im vierten Quartal wegen eines Umsatzeinbruchs und hoher Ausgaben für Bonuszahlungen in die roten Zahlen gerutscht. Das Minus betrug 4,8 Millionen Dollar, im Vorjahresquartal konnte das Geldhaus noch einen Gewinn von knapp 100 Millionen Dollar verbuchen, teilte die Bank am Montag mit.

Der Einnahmenrückgang betraf auch das Kerngeschäft der Finanzberatung und Vermögensverwaltung. Vor dem Hintergrund der europäischen Schuldenkrise zögerten viele Kunden, größere Transaktionen abzuschließen.

Die Sondervergütung für die Angestellten blieben aber trotz des Umsatzrückgangs hoch. Lazard zahlt Boni größtenteils sofort, während viele Banken einen erheblichen Teil der Sonderzahlungen aufschieben.

Insgesamt 1,2 Milliarden Dollar für Vergütungen zahlte Lazard 2011 - das entspricht knapp zwei Dritteln der Nettoeinnahmen. Bei den Konkurrenten Morgan Stanley und JPMorgan sind es nur gut die Hälfte, beziehungsweise gut 42 Prozent.

Im neuen Jahr hätten sich die Marktbedingungen dagegen verbessert, sagte Lazard-Chef Kenneth Jacobs. Die Vermögensverwaltung profitiere von dem Comeback der Märkte im Januar, und das Beratungsgeschäft gewinne zunehmend neue Kunden.

Von

rtr

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