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21.01.2011

13:30 Uhr

US-Banken

Bank of America meldet Milliardenverlust

Nach den guten Zahlen von JP Morgan Chase und Wells Fargo überrascht die Bank of America mit einem Milliardenminus im vierten Quartal. Das gemessen an den Vermögenswerten größte Geldhaus der USA meldete einen Nettoverlust von 1,24 Milliarden Dollar. Grund seien Abschreibungen im Hypothekengeschäft.

Bank-of-America-Reklame am New Yorker Times Square. Reuters

Bank-of-America-Reklame am New Yorker Times Square.

HB NEW YORK. Die Bank of America (BofA) hat das vergangene Jahr mit einem dicken Minus abgeschlossen. Wegen einer Zwei-Milliarden-Abschreibung im Hypothekengeschäft fiel für das vergangene Vierteljahr ein Minus von 1,2 Milliarden Dollar oder 0,16 Dollar je Aktie an. Unter Herausrechnung der Abschreibung verdiente das Geldhaus 756 Millionen Dollar oder 0,04 Dollar je Aktie. Analysten hatten im Schnitt einen Gewinn von 0,14 Dollar je Aktie erwartet.

Vor einem Jahr hatte das Institut wegen der Finanzkrise noch einen Verlust von 5,2 Milliarden Dollar eingefahren. Die Einnahmen sanken im abgelaufenen vierten Quartal um elf Prozent auf 22,7 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr 2010 fiel ein Verlust von 2,24 Milliarden Dollar an, nach einem Nettogewinn von 6,28 Milliarden im Jahr 2009. Die Aktie stieg zu Handelsbeginn an der New Yorker Börse am Freitag trotzdem.

Die BofA war in der Finanzkrise schwer in Schieflage geraten. Im Herbst 2008 übernahm sie in einer von der Regierung eingefädelten Blitzaktion die Investmentbank Merrill Lynch - zu einem völlig überhöhten Preis. Anschließend brauchte die ohnehin schon wegen der Subprime-Vergangenheit angeschlagene Bank 20 Milliarden Dollar an Staatshilfen, die sie inzwischen zurückgezahlt hat. Der damalige Chef Kenneth Lewis musste seinen Hut nehmen.

Vor kurzem hatte die Hypotheken-Vergangenheit die BofA wieder eingeholt. Ein Vergleich mit den staatlichen Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac sowie weitere Abschreibungen werden das größte Institut der USA nochmals mit fast fünf Milliarden Dollar belasten.

Seit dem Ausbruch der Finanzkrise hat das Institut nach Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg rund 98 Milliarden Dollar an Abschreibungen und Verlusten verkraften müssen. Und trotz des jüngsten Vergleichs liegen weitere Forderungen vermeintlich geprellter Geschäftspartner auf dem Tisch. Denn die Bank of America war vor der Krise der größte Dienstleister des Landes im Hypothekengeschäft.

Kommentare (1)

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widerstand10

21.01.2011, 14:48 Uhr

Kettet sofort Angie an!

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