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15.04.2011

15:13 Uhr

US-Banken

Bank of America verdient weniger als erwartet

Nachdem Konkurrent JP Morgan mit soliden Zahlen vorgelegt hatte, meldet die Bank of America ein enttäuschendes Ergebnis: Der Gewinn ging im ersten Quartal zurück und lag deutlich unter der Erwartungen.

Reklametafel der Bank of America am New Yorker Times Square. Quelle: Reuters

Reklametafel der Bank of America am New Yorker Times Square.

New YorkHohe Belastungen im Hypotheken-Geschäft haben der Bank of America einen Gewinneinbruch eingebrockt. Im ersten Quartal 2011 sei der Nettogewinn binnen Jahresfrist um 37,5 Prozent auf zwei Milliarden Dollar eingebrochen, teilte die nach Vermögenswerten größte Bank der USA am Freitag mit.

Das Hypotheken-Geschäft weitete bei fallenden Einnahmen und steigenden Kosten den Verlust aus auf 2,39 (Vorjahreszeitraum: minus 2,07) Milliarden Dollar. Insgesamt nahm die Bank of America mit knapp 27 Milliarden Dollar 16 Prozent weniger ein als noch vor einem Jahr. Allerdings fiel die Vorsorge für Kreditausfälle, die den Banken während der Finanzkrise schwer zu schaffen machten, auf 3,814 Milliarden von 5,13 Milliarden Dollar zum Ende des vierten Quartals.

Mit der Zwischenbilanz blieb das Geldhaus hinter den Erwartungen des Marktes zurück. Analysten hatten mit einem Gewinn je Anteilsschein von 0,27 Dollar gerechnet. Nach anfänglichen Kursverlusten erholte sich die Aktie im vorbörslichen Handel jedoch wieder und tendierte nahezu unverändert zu ihrem Schlusskurs vom Donnerstag.

„Der Gewinn je Aktie ist schwächer als erwartet und nach den zufriedenstellenden Zahlen von JPMorgan in dieser Woche überrascht das schon sehr“, sagte Stefan de Schutter, Händler bei Alpha Trading. Die Zahlen könnten den Markt belasten. „Viele Investoren wollen aber noch Goldman und Morgan Stanley abwarten, bevor sie eine Richtung einschlagen.“ Die Quartalsberichte der beiden Geldhäuser werden für kommende Woche erwartet.

Bank of America hatte sich zuletzt eine Ohrfeige der US-Notenbank Fed eingefangen. Die Fed hatte dem Institut im Gegensatz zu einigen anderen heimischen Großbanken die geplante Aufstockung der Dividende untersagt.

Kommentare (2)

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Anonym

15.04.2011, 13:37 Uhr

Es ist interessant, was mittlerweile als "EILMELDUNG" eingestuft wird. Ich komme immer mehr zur Erkenntnis, dass Wochenzeitungen Sinn machen, um der Panikmache der Wirtschaftspresse zu entkommen. Ich verweise im Übrigen auf den Leitartikel der aktuellen Ausgabe der ZEIT....mehr Verantwortung im Journalismus...

Daniel

15.04.2011, 16:35 Uhr

Für einige mag das,was im Bericht gesagt wird,wichtig sein!

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