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15.01.2009

13:10 Uhr

US-Banken

JP Morgan schreibt kleinen Gewinn

Der Bilanzsaison der US-Banken hat begonnen: Und JP Morgan hat zwar wie erwartet unter der Finanzkrise gelitten. Das zweitgrößte Geldhaus der USA hat aber für das vierte Quartal einen kleinen Gewinn ausgewiesen. Und der fiel sogar höher aus als erwartet.

JP Morgan macht den Anfang bei der Bilanzsaison der US-Banken. Foto: Reuters Reuters

JP Morgan macht den Anfang bei der Bilanzsaison der US-Banken. Foto: Reuters

bas/HB NEW YORK. Der US-Finanzkonzern JP Morgan steuert trotz eines erneut heftigen Gewinneinbruchs weiter besser durch die Finanzkrise als die meisten Wettbewerber. Das zu den größten US- Banken zählende Institut erzielte auch im Schlussquartal 2008 ein positives Ergebnis und hat damit bisher die gesamte Krise hindurch schwarze Zahlen geschrieben. JP Morgan-Chef Jamie Dimon zeigte sich mit dem Ergebnis trotz der schwarzen Zahlen nicht zufrieden. „Das vierte Quartal war eine große Enttäuschung - vor allem das Investmentbanking habe schwach abgeschnitten.“

Der Gewinn fiel im vierten Quartal um mehr als 75 Prozent auf 702 Mio. Dollar, wie JP Morgan am Donnerstag in New York mitteilte. Je Aktie betrug der Gewinn sieben (Vorjahr: 86) Cent. Experten hatten mit einem Gewinn je Aktie von einem Cent gerechnet. Zuletzt hatten viele andere Banken für das vergangene Quartal Verluste in Milliardenhöhe veröffentlicht.. Am Mittwoch hatte erst die Deutsche Bank mitgeteilt, dass im vierten Quartal ein Verlust von 4,8 Mrd. Euro angefallen ist. Am Aktienmarkt wurden die Zahlen mit Erleichterung aufgenommen.

Im Investmentbanking musste die Bank einen Verlust von 2,4 Mrd. Doller verkraften. Hier hatte das Institut zuletzt noch schwarze Zahlen geschrieben. Zudem musste die Großbank, die 2008 mit Bear Stearns und Washington Mutual zwei zusammengebrochene Banken teils mit staatlicher Unterstützung übernommen hatte, im vierten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle um 4,1 Mrd. Dollar erhöhen.

Im gesamten vergangenen Jahr lag der Konzerngewinn unter dem Strich bei 5,6 Mrd. Dollar. Dies war ein Rückgang um knapp zwei Drittel gegenüber dem Jahr 2007. Die Bank gehört dennoch zu den Gewinnern der Krise: Aus der relativ starken Position heraus hat sich JP Morgan im vergangenen Jahr wesentliche Teile der zusammengebrochenen größten US-Sparkasse Washington Mutual (WaMu) geschnappt. Zudem hatte der Konzern in einem Notverkauf die US-Investmentbank Bear Stearns zum Schnäppchenpreis übernommen.

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