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19.04.2012

17:29 Uhr

US-Banken

Morgan Stanley legt spektakuläre Zahlen vor

Morgan Stanley hat zum Jahresstart den Turbo gezündet und den Gewinn um ein Fünftel gesteigert. Wegen einer Bilanzierungsregel steht unter dem Strich aber ein Verlust. Die Bank of America bleibt Sorgenkind der Branche.

Morgan Stanley hat den Quartalsgewinn um ein Fünftel gesteigert. Reuters

Morgan Stanley hat den Quartalsgewinn um ein Fünftel gesteigert.

New York/CharlotteDer US-Investmentbank Morgan Stanley ist im Gegensatz zur Rivalin Goldman Sachs ein fulminanter Start ins Jahr geglückt. Das Geldhaus steigerte seinen Gewinn im ersten Quartal um ein Fünftel auf 1,4 Milliarden Dollar, während viele andere Institute in dieser Zeit einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr verbuchten. Morgan Stanley profitierte vor allem von einer rasanten Belebung des Handelsgeschäfts. Auch die Einnahmen lagen mit 8,9 Milliarden Dollar weit über den Erwartungen von Branchenexperten.

Der Vermögensverwalter Joe Terrill, Chef einer gleichnamigen Finanzfirma, nannte die Zahlen „schlicht spektakulär“ und fügte hinzu: „Die Rentabilität ist viel höher als wir alle erwartet hatten.“ Die Aktie des Geldhauses legte angesichts dieser Begeisterung um mehr als drei Prozent zu.

Wegen einer bizarren Bilanzierungsregel aus der Finanzkrise musste das Geldhaus dennoch unter dem Strich einen Verlust von 119 Millionen Dollar ausweisen: Die erforderliche Neubewertung von eigenen Verbindlichkeiten kostete Morgan Stanley zwei Milliarden Dollar. Diese Auflage führt zu Verlusten, wenn die Schulden an Wert zunehmen und zu Gewinnen, wenn sie im Wert sinken. Dies sollte die Unternehmen in der Krise vor riesigen Verlusten schützen.

Während Morgan Stanley überzeugte, hinkt die angeschlagene Bank of America weiter der Konkurrenz hinterher. Das Sorgenkind der amerikanischen Bankbranche konnte zum Jahresauftakt zwar überraschend einen Gewinn vermelden, dieser fiel aber deutlich geringer aus als vor einem Jahr.

Der Überschuss sei auf 653 Millionen Dollar von 2,05 Milliarden Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum eingebrochen, teilte das US-Geldhaus am Donnerstag vor Börsenbeginn in New York mit. Von den Milliardengewinnen der Konkurrenten JP Morgan, Citigroup und Goldman Sachs ist die Bank meilenweit entfernt.

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