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01.02.2016

09:01 Uhr

US-Börsenaufsicht und Manipulationen

Barclays und Credit Suisse schließen Millionen-Vergleich

Die US-Börsenaufsicht hat sich mit Barclays und Credit Suisse auf einen Vergleich geeinigt. Den Banken wurde vorgeworfen, Investoren falsch über den Betrieb ihrer privaten Handelsplattformen informiert zu haben.

Barclays und Credit Suisse haben sich mit den Amerikanern auf einen Millionen-Vergleich geeinigt. ap

Vergleich mit Börsenaufsicht

Barclays und Credit Suisse haben sich mit den Amerikanern auf einen Millionen-Vergleich geeinigt.

Barclays und Credit Suisse haben sich mit dem obersten New Yorker Staatsanwalt und der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) auf einen Vergleich geeinigt. Damit ist die Auseinandersetzung in der Frage beigelegt, die beiden Banken hätten Investoren fehlgeleitet über die Art und Weise, wie sie die privaten Handelsplattformen betrieben haben.

Barclays wird 70 Millionen Dollar (64,5 Millionen Euro) zahlen, zu gleichen Teilen aufgeteilt an die beiden Behörden. Das sei die höchste je verhängte Buße für Betreiber eines Dark Pools, hieß es in einer Mitteilung der SEC am Sonntag. Credit Suisse werde 84,3 Millionen Dollar zahlen, hieß es weiter. Davon entfallen 24,3 Millionen Dollar an die SEC für Gewinnabschöpfungen und aufgelaufene Zinsen, der Rest der Buße geht zu gleichen Teilen an die beiden Behörden.

Im Kern der Auseinandersetzung ging es um die Frage, ob die Banken ihren Kunden ausreichend Angaben zum Handel in ihren Dark Pools gemacht hatten. Barclays hatte Kunden gegenüber falsch dargestellt, wie die Überwachung des Dark Pools für Hochfrequenzhandel erfolgte, heißt es in der Mitteilung weiter. Credit Suisse habe Aufträge systematisch an den eigenen Dark Pool weitergeleitet, aber gegenüber Kunden erklärt, es erfolge keine bevorzugte Behandlung eines bestimmten Handelsplatzes, nach Angaben von Eric Schneiderman, Generalstaatsanwalt des Bundesstaats New York.

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„Diese Fälle stellen den ersten größeren Sieg dar im Kampf gegen betrügerisches Verhalten im Handel mit Dark Pools, der begann, als wir erstmals gegen Barclays einen Prozess anstrengten: koordiniertes und angriffslustiges Vorgehen der Regierung, Eingeständnis, rechtswidrig gehandelt zu haben und bedeutsame Reformen, um Investoren vor räuberischen Hochfrequenzhändlern zu schützen“, sagte Schneiderman. „Wir werden weiter den Kampf führen mit jenen, die darauf aus sind, das System zu umgehen und jenen, die einfach wegschauen.“

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