Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.04.2013

18:48 Uhr

US-Großbank

Goldman prüft Verkauf von Metalllager-Geschäft

Für eine halbe Milliarde Dollar kaufte Goldman Sachs den Rohstofflageristen Metro International. Doch die Margen sind inzwischen schwach und die Bank würde „für den richtigen Preis“ verkaufen, sagen Insider.

Ein Lagerhaus von Metro International: Goldman Sachs will die Lagersparte laut Insidern vermutlich verkaufen. Reuters

Ein Lagerhaus von Metro International: Goldman Sachs will die Lagersparte laut Insidern vermutlich verkaufen.

New YorkDie US-Großbank Goldman Sachs prüft nach Insider-Informationen den Verkauf ihres Metalllager-Geschäfts. Nach Auskunft mehrerer mit der Angelegenheit vertrauter Personen hat das Geldhaus eine Veräußerung der Sparte Metro International bereits ausgelotet, die es 2010 für rund eine halbe Milliarde Dollar gekauft hatte. „Für den richtigen Preis würde sich Goldman davon trennen“, sagte ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Ein weitere Person ergänzte, dass es auch möglich sei, dass das Finanzinstitut an Metro International festhalte. Goldman wollte sich dazu nicht äußern.

Die US-Wettbewerbsbehörden haben das Lagergeschäft jüngst ins Visier genommen. Unternehmen wie Coca-Cola und andere Metallverbraucher werfen Metro vor, den Wettbewerb im Aluminium-Handel zu verzerren.

Ein Verkauf von Metro könnte darauf hinweisen, dass sich Goldman komplett aus dem Rohstoff-Handelsgeschäft zurückziehen will, das die Bank bereits kräftig zusammengestrichen hat. 2011 stand der Bereich noch für 15 Prozent der Gesamteinnahmen, ein Jahr später waren es nur noch drei Prozent.

Die Lagerung von Rohstoffen hat sich zu einer milliardenschweren Industrie entwickelt. Die schwache Erholung der Weltwirtschaft hat die Nachfrage nach Metallen zuletzt gedämpft und zu einem massiven Aufbau der Lager geführt.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×