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18.07.2013

17:39 Uhr

US-Großbank

Milliardengewinn bei Morgan Stanley beflügelt Aktie

Bei Morgan Stanley brummt das Geschäft. Die US-Investmentbank hat im zweiten Quartal unter anderem dank eines starken Aktienhandels die Analystenprognosen deutlich übertroffen. Und sie sieht weitere Luft nach oben.

Die Zentrale der US-Investmentbank Morgen Stanley in New York City. Vor einem Jahr noch hatte die sich zuspitzende Euro-Schuldenkrise massiv auf die Geschäfte gedrückt. dapd

Die Zentrale der US-Investmentbank Morgen Stanley in New York City. Vor einem Jahr noch hatte die sich zuspitzende Euro-Schuldenkrise massiv auf die Geschäfte gedrückt.

New YorkDer Gewinn aus den fortgeführten Bereichen schnellte im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Drittel auf 980 Millionen US-Dollar (748 Mill. Euro) nach oben, wie das Wall-Street-Haus am Donnerstag mitteilte. Mit einem Überschuss von 45 Cent je Aktie übertraf sie die Schätzungen der Analysten leicht. Die Einnahmen fielen mit 8,5 Milliarden Dollar nicht nur um fast ein Viertel höher aus als ein Jahr zuvor, sie übertrafen auch deutlich die Prognosen der Analysten, die im Schnitt bei 7,9 Milliarden gelegen hatten. Die Bilanz trieb die Morgan-Stanley-Aktie vorbörslich um mehr als fünf Prozent nach oben.

„Wir haben in jeder unserer fünf großen Sparten ein Ertragswachstum gesehen“, sagte Vorstandschef James Gorman. Besonders gut gelaufen sei der Aktienhandel. Vor einem Jahr hatte die sich zuspitzende Euro-Schuldenkrise massiv auf die Geschäfte gedrückt. Inzwischen tätigen Investoren auch dank des billigen Geldes der Notenbanken wieder deutlich mehr Finanzgeschäfte.

In der Vermögensverwaltung hofft Morgan Stanley noch auf mehr. Erst im Juni hatte die Bank die restlichen 35 Prozent an der Tochter Morgan Stanley Smith Barney vom Partner Citi übernommen, um die Abhängigkeit vom schwankungsanfälligen Investmentbanking zu lockern. „Wir freuen uns auf die vollen Auswirkungen dieser Übernahme", sagte Gorman. Dies drückte im zweiten Quartal aber etwas auf die Morgan-Stanley-Bilanz. Dennoch stiegen die Einnahmen der Sparte um zehn Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar. Die operative Umsatzrendite kletterte auf 18,5 von zuvor 12,8 Prozent. Gorman peilt bis 2015 eine Marge von 20 Prozent an, bei günstigen Bedingungen seien auch 23 Prozent möglich.

Das Institut ist das letzte der fünf großen US-Banken, das seine Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt hat. Es rundet damit eine gute Quartalssaison für die Kreditinstitute ab. Auch bei den Konkurrenten JPMorgan, Wells Fargo, Citigroup, Goldman Sachs und Bank of America waren die Monate von April bis Juni überraschend gut gelaufen. Sie hatten noch zu Beginn des Quartals vom Handels- und Emissionsgeschäft profitiert, bevor die Zinsen in den USA kräftig anstiegen. Bei Morgan Stanley legten die Erlöse im Geschäft mit Rohstoffen und festverzinslichen Papieren allein um 50 Prozent zu.

Von

dpa

Kommentare (1)

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18.07.2013, 20:06 Uhr

Na siehste,wer fleißig ist und redlich schafft,der macht immer seinen Schnitt,und wenn er am Hals des Nachbarn ist,wie in diesem Fall.

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