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17.07.2013

16:28 Uhr

US-Großbanken

Auch Bank of America glänzt beim Gewinn

Die US-Großbanken strotzen vor Kraft. In den vergangenen drei Monaten legten sie deutlich bei den Überschüssen zu. Auch die Bank of America meldet einen satten Gewinnsprung.

Captain America auf dem Börsenparkett: Die Bank of America steht solide da. dpa

Captain America auf dem Börsenparkett: Die Bank of America steht solide da.

New YorkDer harte Sparkurs zahlt sich für die Bank of America immer mehr aus. Im abgelaufenen Quartal lag der Nettogewinn bei 3,57 Milliarden Dollar und damit 70 Prozent höher als vor einem Jahr, wie die zweitgrößte US-Bank am Mittwoch mitteilte. Die Einnahmen legten dagegen nur um über drei Prozent auf knapp 23 Milliarden Dollar zu. Im Tagesgeschäft tut sich das Geldhaus also immer noch schwer. Der Hypothekenbereich etwa - die größte Baustelle des Konzerns - bleibt in den roten Zahlen. Dafür florierte zuletzt der Aktienhandel und auch die Vermögensverwaltung liefert verlässliche Gewinne ab.


Vorstandschef Brian Moynihan zeigte sich mit der Bilanz insgesamt zufrieden: "Wir machen mehr Geschäfte mit unseren Kunden und gewinnen in allen Bereichen an Fahrt." Bei den Anlegern kamen die Nachrichten gut an. Die Aktie legte im frühen Handel an der Wall Street knapp ein Prozent zu und schob zeitweise auch den Dax in Frankfurt an.

Kapitalquoten großer Banken (2. Quartal 2013)

Kernkapitalquoten

Ein Lehre aus den Folgen der Finanzkrise lautet: Banken müssen mehr echtes Eigenkapital vorhalten, dass Verluste auffangen kann. Im „Basel III“ genannten Regelwerk ist eine Mindestquote von 4,5 Prozent aus Eigenkapital und einbehaltenen Gewinnen vorgeschrieben – von Investoren werden aber derzeit eher neun Prozent als Wert für eine stabile Bank angesehen.

Bank of America

9,6 Prozent

Citigroup

10 Prozent

Commerzbank

8,4 Prozent (nach 7,5 Prozent im ersten Quartal)

Deutsche Bank

10 Prozent (nach 8,6 Prozent im 1. Quartal 2013)

Goldman Sachs

keine Angabe nach dem 2. Quartal 2013

JP Morgan

9,3 Prozent

Morgan Stanley

9,9 Prozent

UBS

11,2 Prozent

Wells Fargo

8,5 Prozent

Quelle

Die Kernkapitalquoten stammen von den jeweiligen Geldhäusern und beziehen sich auf das jeweils zuletzt verfügbare Quartal. Die Banken beschreiben die Quote als „Common Equity Tier 1 Ratio nach Basel III“ oder auch nach der EU-Umsetzung der Basel-III-Vorgaben („CRD IV“) als „pro forma fully loaded CRD IV core tier 1 ratio“. Offiziell gilt die Basel-III-Vorgabe erst ab 1. Januar 2019, doch die Investoren verlangen bereits lange eine deutliche Übererfüllung der künftigen Quoten.

Die Bank of America setzte damit die starke Berichtssaison der amerikanischen Geldhäuser fort. Denn zuletzt hatten schon JP Morgan, Citigroup und die Investmentbank Goldman Sachs mit unerwartet starken Zuwächsen geglänzt. Sie alle haben die Finanzkrise aber viel schneller hinter sich gelassen als die Bank of America, die lange Zeit noch mit dem Abbau von Altlasten beschäftigt war.


Moynihan, seit 2010 im Amt, hat Kostensenkungen zur obersten Priorität erklärt, um das Institut wieder in die Spur zu bringen. Acht Milliarden Dollar will er jährlich rausholen - und sieht sich dabei auf Kurs. Im zweiten Quartal sanken die Aufwendungen im Jahresvergleich um sechs Prozent. Wie bei vielen anderen Großbanken gehört dazu auch, dass die Belegschaft schrumpft.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

17.07.2013, 14:06 Uhr

Na, das ist ja auch nicht verwunderlich, partizipieren gerade die Top-10 Banken enorm von der großzügigen Inflationspolitik der FED (bitte nicht vergessen - einige der in den Top-10 vertretenen Banken sind die, die FED privat stützen! Die FED wird von Privatbanken geführt und nicht wie suggeriert vom Staat!) Somit lassen sich die Anleihegeschäfte mit hervorragenden Renditen in Verbund mit dem Schein-Aufstieg-der-Hypothekenkredite in den USA machen.
Ja, Richtig...hatten wir doch alles schon mal so ab 2005 (Rekordeinahmen von Quartal zu Quartal mit dem berühmtberüchtigten Ende)...aber solange es läuft, schauen wie immer alle weg...naja, momentan ist dort wieder Party angesagt - nur für die nicht-IB‘er wird es dieses Mal noch bitterer ausgehen – denn der erneute Zusammenbruch lässt sich nicht erneut über den Staat retten.

www_wissensmanufaktur_net

17.07.2013, 14:27 Uhr

@CoRo11

Das Grundproblem ist, dass die meisten Menschen ( Steuer- bzw. Zinssklaven ) das Geldsystem nicht verstehen und nicht verstehen sollen!

Dank Brot und Spiele ( TV, Systemzeitungen, etc.. )

Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh!

Man kann das Schuldgeldsystem der internantionalen Bankster auch anders beschreiben:

Die Schlauen leben von den Dummen und die Dummen von der Arbeit!!!

Jeder der das Geldsystem nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" suchen

Account gelöscht!

17.07.2013, 15:19 Uhr

Tja, es ist genug da.
Alles eine Frage der Verteilung.

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